Warnung vor Giftködern in Bargteheides Westen

Warnung vor Giftködern in Bargteheides Westen

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Bargteheide – Es gibt im Westen der Stadt offenbar jemanden, der Freude am Vergiften hat. Folgende Warnung hat uns erreicht, der Verfasser ist der Redaktion bekannt:

Begonnen hat unsere „Geschichte“ am 02.06.2015 zwischen 13:00 und 16:00 Uhr. Hier war unser Haus, welches im Wohngebiet an der alten Trabrennbahn liegt, unbeaufsichtigt, da wir unterwegs waren.
Am späten Nachmittag, als meine Frau, die Kinder und unser Hund wieder zu Hause waren, begann unser Hund nach einiger Zeit plötzlich sich zu übergeben. Immer und immer wieder. Wir dachten zunächst, dass er etwas falsches gegessen hätte. Denn in der Vergangenheit gab es schon ein paar Mal ein Übergeben bei unserem Hund. Im Nachhinein betrachtet jedoch nicht so stark.

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Als die Kinder ins Bett gebracht worden sind und meine Frau wieder ins Wohnzimmer ging, lag unser Hund auf dem Boden, regte sich nicht mehr, atmete schwer und hatte einen starren Blick.

Meine Frau fuhr sofort mit ihm zum Tierarzt. Es ging ihm aber mit jeder Stunde schlechter bis er dann schliesslich an einer Vergiftung gestorben ist.

Ich war zu diesem Zeitpunkt auf der Arbeit, fuhr aber sofort nach Hause, um mich um unsere Kinder zu kümmern. Als ich an dem Abend dann zufällig im Garten war, fand ich dort mehrere Chlortabletten (weiss, blau überzogen. Wenn sie feucht werden, verfärbt sich die Aussenseite Richtung lila). Wir vermuten, dass solche Tabletten, die relativ groß sind, im Normalfall für einen Pool benutzt werden. Solche Tabletten haben wir nicht, daher können die nicht durch Zufall durch die Kinder oder durch den Hund im Garten gelandet sein.

Das bedeutet, dass eine fremde Person mitten am Tag (zwischen 13:00 und 16:00 Uhr) in unseren Garten gegangen ist und dort diese Tabletten platziert hat. Da die Tabletten nah beieinander lagen, ist es meiner Meinung nach ausgeschlossen, dass diese von der Grundstücksgrenze aus in den Garten geworfen wurden.

Inzwischen haben 3 weitere Hunde diese Giftköder gefressen und sind an deren Folge verstorben. Der Tierarzt bestätigte uns, dass es KEIN GEGENMITTEL gibt. Wenn also ein Hund einen solchen Köder frisst, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass er daran stirbt. Von diesen 3 Hunden hat einer die Köder im Garten bzw. auf dem eigenen Grundstück gefressen. Die beiden anderen (einer davon sogar angeleint) haben die Köder auf der beliebten Gehstrecke rund um das Wohngebiet (richtung Bauernhof und westlich vom Wohngebiet Richtung Jersbeker Straße) gefressen.

Was die Sache noch gefährlicher macht, als sie eh schon ist: in unserem Garten ist klar erkennbar, dass dort auch Kinder spielen. Das bedeutet, dass der Täter in Kauf genommen hat, dass nicht der Hund, sondern ein Kind diese Köder isst. Nicht auszudenken, was dann passiert wäre!

Wir haben selbstverständlich Anzeige bei der Polizei erstattet. Ob die anderen Familien dies auch gemacht haben ist mir unbekannt. Leider sind die Aussichten auf Ergreifung des Täters sehr gering, da es streng genommen ja „nur eine Sachbeschädigung“ ist.

Dennoch sollten alle, die sich zu irgendeiner Zeit im Bereich alte Trabrennbahn aufhalten sensibilisiert werden und von den Vorfällen wissen! Ich würde jedem empfehlen die eigenen Grundstücke zu durchsuchen und auch Gebüsche oder Gehwege. Kinder nehmen gerne „gut aussehende“ Gegenstände in die Hand. Daher muss jeder aufpassen!

Eventuell ist es Ihnen ja möglich einen entsprechenden Artikel zu erstellen. Im Anhang finden Sie ein Foto von den bei uns hinterlegten Tabletten. Es kann aber durchaus auch sein, dass noch andere Köderarten ausgelegt werden/wurden.

chlortabletten

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2 KOMMENTARE

  1. Auffällig in dem gleichen Wohngebiet ist das spurlose Verschwinden von Katzen. Wir selbst haben so bereits zwei Katzen (gechipt und registriert bei Tasso) verloren, beide waren eher scheu.
    Insgesamt sind bereits vier Katzen im Abstand weniger Monate allein aus unserer Strasse verschwunden. Regelmäßig hängen dazu auch immer wieder neue Suchplakate im Wohngebiet aus.

  2. Nach Aussage der Polizei Bargteheide kann diese nur einschreiten und vermehrt Präsenz im Wohngebiet zeigen, wenn jeder Tierbesitzer, dessen Tier vergiftet wurde, Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Suchhunde mit einer speziellen Ausbildung, können durchaus eingesetzt werden und die Spuren der Täter aufnehmen.

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