Bahnhof Bargteheide: Grüne kritisieren mangelhafte S4-Planung deutlich

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Die aktuellen Planungen für den Umbau des Bahnhofs in Bargteheide im Zuge der S4-Anbindung stoßen bei den Bargteheider Grünen auf deutliche Kritik. Nach der Vorstellung durch die Deutsche Bahn im Ausschuss für Planung und Verkehr am 23. März steht fest: Der vorgelegte Planungsstand wird den Anforderungen der Stadt in wesentlichen Punkten nicht gerecht.
Die präsentierten Unterlagen waren unvollständig und blieben in zentralen Fragen vage.
Besonders gravierend sind aus Sicht der Grünen die Defizite bei der Barrierefreiheit, der
Anbindung an die Stadt sowie der Berücksichtigung zukünftiger Verkehrsbedarfe. Hinzu kommt:
Zusagen aus dem Planfeststellungsverfahren werden nach aktuellem Stand von der Bahn nicht eingehalten.
Bemerkenswert ist, dass die Kritik fraktionsübergreifend geäußert wird. Damit wird deutlich: Es geht nicht um parteipolitische Differenzen, sondern um grundlegende Mängel in der Planung. Aus Sicht der Politik droht eine kurzsichtige Lösung, die den Bahnhof bereits in wenigen Jahren erneut zur Baustelle machen könnte. Genau das muss verhindert werden.


Die Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger sind klar formuliert: ein barrierefreier Zugang, verlässliche Verbindungen und eine Planung mit Weitblick statt Stückwerk.
Die Grünen fordern deshalb unmissverständlich:
• Barrierefreiheit von Beginn an verbindlich einplanen und umsetzen
• Zukünftige Verbindungen bereits jetzt berücksichtigen
• Ein geschlossenes Auftreten von Stadt, Politik und Land gegenüber der Bahn, um
konsequente Nachbesserungen durchzusetzen
„So, wie die Planungen derzeit vorliegen, sind sie für Bargteheide nicht akzeptabel“, erklärt Matthias Leidner, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen.

1 Kommentar

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,

    wie Sie wissen, wie ihr wisst, kämpfe ich bereits seit 2015 – ich wiederhole: seit zweitausendfünfzehn – für einen barrierefreien Bahnhof in Bargteheide. Schon mit Schreiben vom 26.08.2015 wurde mir vom damaligen Vorstandsvorsitzenden der DB Station & Service AG, Dr. André Zeug, schriftlich versichert, dass die Situation am Bahnhof Bargteheide „für mobilitätseingeschränkte Reisende unbefriedigend und eine Verbesserung der Situation mit Fertigstellung der S4 erforderlich“ sei.

    Die Angaben zum voraussichtlichen Zeitpunkt der Fertigstellung der S4 variierten damals bei der Deutschen Bahn, dem HVV und NAH.SH zwischen 2024 und 2027. Mittlerweile ist von 2028 die Rede.

    In diesem Zusammenhang appelliere ich hiermit noch einmal an alle Beteiligten, insbesondere an die Deutsche Bahn und an NAH.SH, für eine vollständige Barrierefreiheit der S4 und aller dazugehörigen Bahnhöfe und Bahnsteige sowie einen niveaugleichen Ein- und Ausstieg an allen Stationen zu sorgen.

    Ganz besonders bitte ich die Bürgermeisterin der Stadt Bargteheide, Frau Gabriele Hettwer, die Verwaltung der Stadt Bargteheide und alle in der Stadtvertretung Bargteheide vertretenen Parteien und Politiker, sich für die vollständige Barrierefreiheit des Bahnhofs Bargteheide einzusetzen. Die in Bargteheide lebenden Menschen mit Behinderung, mehr als zehn Prozent der Bevölkerung, werden jetzt schon seit mehr als zehn Jahren vertröstet. Es ist an der Zeit, die Angelegenheit zu einem juristisch einwandfreien, sachgerechten und menschenwürdigen Abschluss zu bringen!

    Mit freundlichen Grüßen

    Andreas Reigbert
    Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V.
    BSK-Kontaktstelle Bargteheide
    Tel.: (04532) 2825919
    Mobil: (0177) 7291034

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