„Misch Dich ein“ – Internationale Wochen gegen Rassismus

0

„Misch Dich ein“ – Internationale Wochen gegen Rassismus 2023: Die VHSBargteheide lädt zur Ausstellung Die Geschichte der Menschenrechte ein.
Internationale Wochen auch in Bargteheide

Unter dem Motto „Misch Dich ein“ werden die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2023 unter der Botschafter*in Frau Staatsministerin Reem Alabali -Radovan vom 20. März bis
02. April 2023 stattfinden. Die Volkshochschule der Stadt Bargteheide ist offizielles Mitglied des Aktionsbündnisses der Internationalen Wochen gegen Rassismus. Die Veranstaltungen
im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2023 werden gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten des Amts Bargteheide-Land, den ReferentInnen des Regionalen Beratungsteams gegen Rechtsextremismus Lübeck – AWO Landesverband SH e.V., der Stadtbibliothek Bargteheide, dem Museumsdienst Hamburg und Amnesty International Deutschland, angeboten.

VHS-
Ausstellung Geschichte der Menschenrechte ist vom 20.03.2023 bis zum 09.04.2023 im StadthausFoyer und im Amt BargteheideLand zu sehen. Die Geschichte der Menschenrechte ist auch eine Geschichte wiederkehrenden Zorns. Würden Menschen andere Menschen nicht seit Urzeiten misshandeln und unterdrücken, gäbe es kein Problem. Die Bedeutung universeller Rechte wird vor allem dort deutlich, wo Ungerechtigkeiten besonders groß sind.

Die Schwarze Rosa Parks, die sich 1955 in den USA weigerte, ihren Sitzplatz im Bus für einen Weißen zu räumen, die chinesischen Protestierenden, die 1989 auf dem Platz des Himmlischen Friedens Demokratie und Meinungsfreiheit forderten, aber auch Sahin Alpay und Mehmet Altan, zwei türkische Journalisten, die sich 2018 erfolgreich vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gegen ihre Inhaftierung wehrten sie alle beriefen sich zu unterschiedlichen Zeiten und an unterschiedlichen Orten auf die gleichen Grundsätze.
Vor über 70 Jahren entstand ein Text, der seine Kraft bis heute entfaltet. Die Staaten der Vereinten Nationen verabschiedeten am 10. Dezember 1948 die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ – 30 Artikel, die das Bild einer Welt skizzieren, in der alle frei und friedlich
miteinander leben können. Die Erklärung war revolutionär, weil sie erstmals allen Menschen auf der Erde die gleichen Rechte garantierte. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ bleibt revolutionär, weil auf sie verbindliche Menschenrechtspakte folgten, auf die sich Menschen in sehr vielen Ländern berufen können. Immer wieder konnten die Menschenrechte so staatlicher Willkür Einhalt gebieten. Und schon damals wurden elementare Rechte fest verankert wie zum Beispiel das Recht auf Privatsphäre, das heute im Zeitalter der Digitalisierung wieder hochaktuell ist. Es ist nicht so, als wäre nach 1948 schlagartig alles besser geworden.

Die Geschichte der Menschenrechte ist auch die Geschichte ihrer Missachtung. Fortschritt kommt in Wellen, er ist nicht linear. Staaten haben die Allgemeine Erklärung der Menschen-rechte“ zwar vor 70 Jahren erschaffen, doch es scheint, als wären sie gegenwärtig nicht sonderlich an ihrer Weiterentwicklung interessiert. Im Gegenteil: Viele Regierungen sehen sich nicht mehr an ihre Verpflichtungen gebunden. Deshalb ist das Engagement Einzelner wichtiger als je zuvor sei es im persönlichen Umfeld oder im politischen Raum.
Denn nur, wenn wir zu jeder Zeit und an jedem Ort auf die universellen Prinzipien pochen
und wir denen den Rücken stärken, die sich tagtäglich für die Rechte anderer einsetzen, können wir die Vision der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ bewahren. Diese Ausstellung blickt auf einzelne Menschenrechte sowie Ereignisse und Pers önlichkeiten, die exemplarisch für die Entwicklungen in den vergangenen 70 Jahren stehen. 30 Bilder können der Komplexität dieses Thema nicht annähernd gerecht werden sie setzen vielmehr Schlaglichter, die uns an Meilensteine und an Rückschläge erinnern, und auch daran, von welchen Rechten viele von uns tagtäglich Gebrauch machen. Die Ausstellung wird in Kooperation mit Amnesty International Deutschland im StadthausFoyer und im Amt BargteheideLand vom 20.03.2023 bis zum 09.04.2023 gezeigt.
Eröffnung durch Bargteheides Bürgermeisterin und Einladung zur Vernissage

Die Vernissage zur Ausstellung „Geschichte der Menschenrechte“
findet dann am 20.03.2023 um 20 Uhr im StadthausFoyer, Am Markt 4, in 22941 Bargteheide statt. Alle Interessierten Bürger*innen sind herzlich eingeladen. Bargteheides Bürgermeisterin Gabriele Hettwer wird die Veranstaltung eröffnen.
Weitere VHS-Angebote gegen Rassismus
Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren bekommen im Zeitraum der Aktionswoche auf der Homepage der Volkshochschule Bargteheide zudem die Möglichkeit, an der digitalen Veranstaltung „Geschichte und Vermittlung digital: KZ-Gedenkstätte Neuengamme“ teilzunehmen. Besuchende sollen hier im Hinblick auf das im Nationalsozialismus begangene Unrecht sensibilisiert werden. Am 25. März, von 12 15 Uhr wird zudem eine Führung vor Ort angeboten. Über die Geschichte der Menschenrechte können sich Erwachsene und Jugendliche in der gleichnamigen Ausstellung in den Räumen der Volkshochschule, Am Markt 4 informieren. Die Woche schließt in Bargteheide mit dem Workshop „Misch Dich ein Argumentieren gegen rechte Parolen“ ab 16 Jahren, wo zivilcouragiertes Handeln und Gegenrede ganz konkret geübt werden kann. Alle Angebote der VHS-Bargteheide sind unter: https://www.vhs-
bargteheide.de/index stichwort_schlagwort=Misch+Dich+ein
zu finden.

Kommentar schreiben (erst nach Moderation sichtbar)

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

*