Grönwohlder ist der erste „moin! Vereinsheld“ des Jahres 2026

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Im Mittelpunkt zu stehen, vermeidet Uwe Scharnberg, soweit möglich, mit allen Kräften. Deshalb mussten sich einige seiner Vereinskameraden und -kameradinnen vom Grönwohlder Tennis-Club, der Kreissportverband Stormarn und die Sparkasse Holstein etwas Besonderes einfallen lassen, um den 62-Jährigen zu überraschen und für seinen langjährigen ehrenamtlichen Einsatz als „moin! Vereinshelden“ zu ehren.

Der Plan war ebenso simpel wie erfolgreich: Für das gemütliche Beisammensein nach einem Punktspiel in der Tennishalle des TSV Trittau, mit dem die Grönwohlder eine Spielgemeinschaft bilden, sollte Scharnberg schnell noch einen Kasten kühlen „Gerstensaft“ in den Aufenthaltsraum bringen. Gesagt, getan. Die Falle schnappte zu. Während sich die Tür lautstark hinter dem Grönwohlder schloss, blickte er, den Bierkasten immer noch in den Händen haltend, überrascht in knapp zwei Dutzend größtenteils bekannte und auch einige weniger bekannte Gesichter.

Uwe Scharnberg (vordere Reihe, 3. v. r.) ist seit mehr als 35 Jahren Mitglied im Grönwohlder Tennis-Club. Ehrenamtliches Engagement ist für den 62-Jährigen eine Ehrensache

Die Situation klärte sich schnell. Nach ein paar persönlichen Worten von GTC-Schatzmeisterin Sonja Junge bedankten sich KSV-Ehrenamtsbeauftragter Andreas Lemke, Grönwohlds Bürgermeisterin Birte Höltig und Joachim Koop, Leiter der Trittauer Filiale der Sparkasse Holstein, bei dem 62-Jährigen für sein außerordentliches ehrenamtliches Engagement. Dotiert war der Titel „moin! Vereinsheld“ des Monats Januar mit einer Urkunde und einem Gutschein im Wert von 250 Euro.

„Wenn etwas streikt, heißt es bei uns nicht ,wer ist zuständig?` sondern ,frag mal Uwe!`“, erzählt Sonja Junge. Als Scharnberg vor rund 35 Jahren beim Tennis-Club anfing, sei sie noch nicht mal in der Lage gewesen, einen Tennisschläger in der Hand zu halten, fügt Grönwolds Schatzmeisterin lächelnd hinzu.

Als weiteres Beispiel führt Junge das alljährliche Problem mit der Tennisplatzwalze an. Bevor die Außensaison beginnt, muckt und streikt das Gerät. „Jedes Frühjahr steht Uwe daneben, probiert, schraubt, flucht leise, probiert weiter und gibt nicht auf, bis das Ding wieder läuft“, sagt sie schmunzelnd, „und das nicht, weil die Walze es will, sondern weil Uwe es will“.

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