Nach Angaben des Statistischen Bundesamts gelten derzeit 16,1 Prozent der
Menschen in Deutschland als armutsgefährdet – innerhalb eines Jahres sind
rund 300.000 Betroffene hinzugekommen. Die CDA Stormarn sieht darin ein
ernstes Warnsignal.
„Armut ist längst kein Randphänomen mehr – sie reicht bis in die Mitte der Ge-
sellschaft“, erklärt Jürgen Lamp, Vorsitzender der CDA Stormarn. Besonders
alarmierend ist die Lage von Kindern und Familien: Auch bei diesen steigen
Mieten, Energiepreise und Lebenshaltungskosten spürbar. „Für viele reichen
Mindestlohnerhöhungen und Tarifabschlüsse nicht mehr aus, um diese Belas-
tungen aufzufangen.“

Zudem wächst der Druck auf Beschäftigte: Immer mehr Menschen müssen
mehrere Jobs annehmen, um über die Runden zu kommen. „Das zeigt: Arbeit
schützt für viele nicht mehr zuverlässig vor Armut“, so Lamp. Besonders betrof-
fen sind Alleinerziehende, Alleinlebende und Familien mit mehreren Kindern.
Die CDA Stormarn fordert deshalb einen sozialpolitischen Kurs, der niedrige
und mittlere Einkommen wirksam entlastet: Energie- und Wohnkosten senken,
Sozialabgaben begrenzen, Freibeträge und passgenaue Leistungen stärken
sowie mittlere Einkommen bei der Einkommensteuer spürbar entlasten. „So si-
chern wir Zusammenhalt und stärken die Mitte unserer Gesellschaft“, betont
Lamp.
CDA Stormarn
















