vhs_Ausstellung „Mölln nach Mölln“

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‚Mölln nach Mölln – Zwischen Erinnern und Vergessen‘ lautet der Titel einer Ausstellung, die vom 09.03.2026 bis zum 03.04.2026 im Stadthaus Bargteheide zu sehen sein wird. Sie ist das Ergebnis eines offenen Interviewprojektes, das der der Verein Miteinander leben zusammen mit Möllner Schülerinnen zum 30. Jahrestag der Möllner Brandanschläge gestartet hat.

Im Fokus steht der erste Anschlagsort des 23. November 1992 in der Möllner Ratzeburger Straße. Unter Begleitung von Sozialtrainer Ercan Kök wurden zahlreiche, sehr persönliche Interviews mit Überlebenden des Anschlages geführt und in Form einer Zitatensammlung gemeinsam ausgewertet. Der Hamburger Fotograf Andreas Walle, der 1993 die Fotoreportage „Mölln nach Mölln – Reaktionen einer Kleinstadt auf rassistische Gewalt“ veröffentlichte, bereitete diese Zeitzeugenbegegnungen mit eindrucksvollen Porträtfotos auf. Ergänzt wurde die Interviewarbeit mit einem Beitrag von Lothar Obst, der die Hintergründe des Anschlages beleuchtet.

Die kostenfreie Ausstellung fasst die gesamte Arbeit des Interviewprojektes zusammen und bietet so einen multiperspektivischen Blick auf den Anschlag in der Ratzeburger Straße. „Der rassistische Brandanschlag in der Ratzeburger Straße ist nur noch wenig präsent im Gedächtnis vieler, vor allem auch jüngerer Menschen. Dies möchte die Ausstellung „Mölln nach Mölln – Zwischen Erinnern und Vergessen“ ändern“, sagt Mark Sauer vom Verein Miteinander leben.

Die Ausstellung wird am Dienstag, den 17. März 2026 im Stadthaus-Bargteheide, Am Markt 4, mit einem öffentlichen Rundgang offiziell eröffnet. Veli Yaşar, Überlebender des Anschlages, und Mark Sauer werden ihre gemeinsamen Erfahrungen aus dem Interviewprojekt beschreiben und auch berichten, was daraus erwachsen ist: ein Projekt zur Neugestaltung des Gedenkens an der Ratzeburger Straße.

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 laden die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bargteheide und die Volkshochschule Bargteheide in Zusammenarbeit mit dem Verein „Miteinander leben“ herzlich zur kostenfreien Ausstellung und zur Vernissage sowie zur gemeinsamen Auseinandersetzung mit den Themen Erinnerung und Verantwortung und zum heutigen Umgang mit rassistischer Gewalt ein.

 

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