Am Donnerstag, den 12.03.2026, erhielt das Kopernikus Gymnasium Bargteheide besonderen Besuch: Die schleswig-holsteinische Gesundheits- und Justizministerin Kerstin von der Decken (CDU) kam im Rahmen einer Informationsveranstaltung zur HPV-Impfaktion an die Schule. Begleitet wurde sie unter anderem vom Landrat des Kreises Stormarn. Die Veranstaltung richtete sich insbesondere an die Schülerinnen und Schüler des siebten Jahrgangs und verband gesundheitliche Aufklärung mit einem Einblick in politische Arbeit.

Zu Beginn des Tages stellte sich Ministerin von der Decken den Fragen der Schülerinnen und Schüler. Sie berichtete zunächst über ihren Arbeitsalltag im Ministerium und erklärte, welche Aufgaben eine Ministerin im politischen Alltag übernimmt. Dazu gehören unter anderem politische Entscheidungen, Gespräche mit Fachleuten, die Vorbereitung von Gesetzen sowie die Zusammenarbeit mit verschiedenen Behörden.
In der anschließenden Fragerunde konnten die Jugendlichen ihre eigenen Themen einbringen. Ein Schüler fragte beispielsweise, was man bei einer erneuten Pandemie künftig besser machen würde. Die Ministerin erklärte, dass aus den Erfahrungen der letzten Jahre viele Lehren gezogen worden seien. Dazu gehörten eine bessere Vorbereitung der Behörden, klare Kommunikationswege und eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Politik und Gesundheitsämtern, um schneller auf neue Situationen reagieren zu können.
Auch die psychische Gesundheit von Jugendlichen war Thema. Auf die Frage, was Politik unternehme, um junge Menschen zu schützen oder ihnen im Bedarfsfall Hilfe zu ermöglichen, verwies von der Decken unter anderem auf den Druck, der durch einen übermäßigen Konsum sozialer Medien entstehen könne. Dieser Druck sei jedoch nur ein Teil des Problems. Wichtig seien deshalb Beratungsangebote, schulische Unterstützungssysteme und eine stärkere Sensibilisierung für psychische Belastungen bei Jugendlichen.
Ein weiteres Thema aus dem Bereich der Justiz war die Frage nach dem Strafmaß für Jugendliche. Eine Schülerin wollte wissen, wie die Ministerin zu der Idee stehe, die Strafmündigkeit herabzusetzen. Von der Decken erklärte, dass man über solche Fragen grundsätzlich nachdenken könne. Gleichzeitig müsse man jedoch verschiedene Aspekte sorgfältig prüfen. Besonders wichtig sei dabei der individuelle Reifegrad von Jugendlichen, der bei rechtlichen Entscheidungen immer berücksichtigt werden müsse.
Der Besuch der Ministerin bot den Schülerinnen und Schülern somit nicht nur wichtige Informationen über Gesundheit und Impfungen, sondern auch einen direkten Einblick in politische Entscheidungsprozesse.
Im Anschluss an den Vortrag der Ministerin besuchte Herr Dr. Herzmann vom Gesundheitsamt die Klassen und erklärte den Schülerinnen und Schülern in etwa 20-minütigen Einheiten wichtige Grundlagen zu Impfungen, Viren und der Vorbeugung von Krankheiten. Ziel dieser Vorträge war es, den Jugendlichen verständlich zu erklären, wie Impfungen funktionieren und warum sie eine wichtige Rolle für die öffentliche Gesundheit spielen.
Die Kombination aus medizinischer Aufklärung durch das Gesundheitsamt und dem persönlichen Austausch mit einer Ministerin machte die Veranstaltung zu einer besonders interessanten und lehrreichen Erfahrung für die Jugendlichen.
















