Mit einer eindrucksvollen Vernissage ist am 17. März im Stadthaus Bargteheide die Ausstellung „Mölln nach Mölln – Zwischen Erinnern und Vergessen“ eröffnet worden. Besonders bewegend war der Beitrag eines Zeitzeugen, der den Brandanschlag von 1992 miterlebt hat und eindrücklich schilderte, wie sehr die Ereignisse sein weiteres Leben geprägt haben.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht ein Interviewprojekt, das gemeinsam mit Möllner Schülerinnen, Schülern und dem Verein Miteinander leben e.V. entstanden ist. Es lenkt den Blick bewusst auch auf den ersten Anschlagsort in der Ratzeburger Straße, der in der öffentlichen Erinnerung bislang oft weniger Beachtung findet.
Aus Interviewtexten und Fotografien – darunter auch einige private Bilder der Bewohnerinnen und Bewohnern der Ratzeburger Straße – ist ein Biografieprojekt erwachsen, das in Bild und Text die Menschen, die diesen Brandanschlag überlebt haben, zeigt und zu Wort kommen lässt.

Während der Vernissage machten die persönlichen Schilderungen des Zeitzeugen die langfristigen Folgen rassistischer Gewalt sichtbar und sorgten für große Betroffenheit beim Publikum.
Volkshochschulleiter Frank Feier unterstrich die Wirkung des Abends: „In Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Bargteheide konnten wir eine überaus beeindruckende und sehr eindrückliche Ausstellung ins Stadthaus holen. Die bewegenden Schilderungen des Zeitzeugen haben bei allen Anwesenden einen echten ‚Gänsehaut-Moment‘ ausgelöst.“
















