Starke Leistung der Johanniter-Jugend

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Das Kinderteam aus Lübeck und Bad Oldesloe sicherte sich den ersten Platz beim Erste-Hilfe-Wettbewerb der Johanniter. Die Jugendmannschaft holte sich die Bronze-Medaille

Die Jugendlichen der Johanniter zeigten bei realistisch geschminkten Fallbeispielen ihr Erste-Hilfe-Wissen und bewahrten einen kühlen Kopf.

Ein langer und aufregender Tag ging für das Kinder-Team der Lübecker und Bad Oldesloer Johanniter-Jugend am Samstag mit einer Goldmedaille zu Ende. Am 5. September 2026 traten im Van der Valk Resort in Linstow am Rande der Mecklenburgischen Seenplatte insgesamt 39 Teams von Klein bis Profi in verschiedenen Kategorien an, um ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse unter Beweis zu stellen. In der C-Kategorie der Sechs- bis Elfjährigen setzte sich die Johanniter-Jugend aus Lübeck/Bad Oldesloe durch und sicherte sich das Ticket für den Bundeswettkampf 2027 in Hannover, bei dem die „Besten Retter Deutschlands“ gesucht werden. Die Jugendmannschaft aus Bad Oldesloe landete ebenfalls auf dem Treppchen und holte sich Bronze in der B-Kategorie (zwölf bis 18 Jahre). Der Tag der Johanniter Nord stand unter der Schirmherrschaft von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, die den Wettkampf vor Ort besucht hat.

 

Beim Tag der Johanniter nehmen Kinder- und Jugend-Teams, Rettungshundestaffeln, Erzieherinnen und Erzieher, Ehrenamtliche aus den Sanitätsdiensten bis hin zu den Profirettern aus dem Rettungsdienst teil. Unter den kritischen Augen des Schiedsgerichtes mussten alle Mannschaften realistische Unfallszenarien in altersgerechten Schwierigkeitsgraden lösen.

 

„Wir sind sehr stolz auf unsere Teams, die mit ihrer Leistung das Schiedsrichter-Team überzeugen konnten. Herzlichen Glückwunsch an die Johanniter-Jugend. Gerade die Jugendarbeit ist uns eine Herzensangelegenheit. Erste Hilfe zu vermitteln – damit kann man gar nicht früh genug anfangen. Außerdem finden Kinder und Jugendliche bei uns Gemeinschaft und schließen Freundschaften fürs Leben“, gratuliert Yonathan Arnold, Mitglied im Regionalvorstand.

 

Das waren die Aufgaben

Konzentriert und mit vollem Eifer waren die Jüngsten dabei. Im realistisch gespielten Fallbeispiel erlebten die kleinen Ersthelferinnen und Ersthelfer eine typische Spielplatzsituation: Ein Kind war vom Klettergerüst gestürzt und dabei auf ein anderes Kind gefallen. Unsere Nachwuchskräfte setzten professionell den Notruf ab, leisteten Erste Hilfe und trösteten die beiden verletzten Kinder. Beim Kreativtest bemalten sie einen Bollerwagen und beim Kooperativtest bewiesen sie, dass sie als Team eine Aufgabe lösen können. In den Tag starteten sie vorab mit einem schriftlichen Test.

 

Der Basis-Praxistest versetzte Jugend-Teams der Ersthelfer und Schulsanitätsdienste zwischen zwölf und 18 Jahren in eine reale Unterrichtssituation: Nach einem missglückten Experiment im Chemieraum mussten sie einen Verbrennungsunfall fachgerecht versorgen. Das große Fallbeispiel konfrontierte die Jugendlichen mit einer noch drastischeren Lage: Eine Person hatte sich beim Sägen mit der Kreissäge im Werkunterricht den linken Daumen abgetrennt. Die jungen Retter mussten einen kühlen Kopf bewahren, die Amputation erstversorgen, den abgetrennten Daumen fachgerecht einwickeln und sich zeitgleich um eine weitere Person kümmern, die kollabiert war, weil sie kein Blut sehen konnte.

 

Der Tag der Johanniter

Damit alle Szenarien realistisch wirken, hatte wurden rund 30 Verletztendarsteller mit Kunstblut und modellierten Wunden professionell auf ihre Rollen vorbereitet. Rund 45 Schiedsrichter beobachteten den Wettbewerb. Etwa 620 Teilnehmende, Helfende und Gäste waren vor Ort dabei. Der Tag der Johanniter findet alle zwei Jahre im Landesverband Nord statt. Der nächste Wettkampf ist 2028 in Lübeck geplant.

 

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