Arbeitsmarkt im September: Herbstbelebung sorgt für deutlicheren Rückgang Jobsuchender

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Nach den beiden Vormonaten, in denen die Arbeitslosigkeit jeweils gestiegen war, gibt es im September erstmals in diesem Jahr eine etwas deutlichere Entspannung am Arbeitsmarkt im Kreis Stormarn. Die Zahl arbeitsloser Menschen ist um 189 zum Vormonat gesunken. Insgesamt sind jetzt 6.274 Menschen bei den Agenturen für Arbeit in Bad Oldesloe, Ahrensburg und Reinbek sowie dem Jobcenter Stormarn arbeitslos gemeldet. Durch den Rückgang ist die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkt gegenüber August auf jetzt 4,6 Prozent in diesem Monat gesunken.

Im vergangenen Jahr waren im September 6.034 Menschen und damit 240 weniger arbeitslos. Die Quote lag seinerzeit bei 4,4 Prozent.

„Die übliche Herbstbelebung nach den Ferienmonaten hat für den ersten deutlicheren Rückgang der Arbeitslosigkeit zu einem Vormonat in diesem Jahr gesorgt. Es haben sich wieder mehr Menschen in eine Erwerbstätigkeit abgemeldet, auch hat der Ausbildungsbeginn im September für eine Entlastung bei den unter 25-Jährigen gesorgt. Trotz des etwas deutlicheren Rückgangs in diesem Monat verharrt die Zahl arbeitsloser Menschen im Kreis Stormarn jedoch weiterhin bei über 6.200. Insoweit bleibt der Arbeitsmarkt weiterhin unter dem Einfluss der Konjunkturlage, es sind aktuell 240 Menschen mehr als im Vorjahr auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung“, sagt Kathleen Wieczorek, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten und ergänzt: „Jobsuchende, insbesondere die, die keinen Berufsabschluss haben, können ihre Chancen auf eine neue Beschäftigung durch Qualifizierung und Weiterbildung verbessern. Unverändert werden für mehr als drei Viertel der zu besetzenden Stellen neue Mitarbeitende gesucht, die eine abgeschlossene Ausbildung oder höhere Abschlüsse mitbringen. Dazu kommt, dass sich die Anforderungen am Arbeitsmarkt durch den Strukturwandel und die Digitalisierung verändern. Anpassungsqualifizierungen oder das Nachholen eines Ausbildungsabschlusses erhöhen die Erfolgsaussichten, einen neuen Job zu finden. Wir als Agentur für Arbeit wie auch das Jobcenter Stormarn unterstützen bei anfallenden Lehrgangs-, Fahrt- und Kinderbetreuungskosten.“

Sozialversicherungspflichtige Stellen

Dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter sind im September 313 neue sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet worden, 77 weniger als im August. Insgesamt sind 1.861 sozialversicherungspflichtige Stellen im Kreis Stormarn zu besetzen, 74 oder 3,8 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind dies 168 Stellen weniger (minus 8,3 Prozent).

„Auf Seiten der Unternehmen nehmen wir aktuell eine Zurückhaltung bei der Suche nach neuen Mitarbeitenden wahr. Dies bildet sich in dem Rückgang unseres Stellenbestandes ab, der mit aktuell 1.861 in der Tendenz abnehmend ist und auf den niedrigsten Stand seit April 2021 gesunken ist. Seinerzeit waren 1.841 Stellen als vakant gemeldet. Auf der anderen Seite haben die Unternehmen aber auch bei etlichen Stellen die Herausforderung, entsprechend ausgebildetes und qualifiziertes Personal zu finden. Hier sollten die Personalverantwortlichen alle Potentiale mit in den Fokus nehmen, seien es Menschen ohne Berufsabschluss, die dann in der neuen Beschäftigung qualifiziert werden, Menschen mit einer Behinderung, ältere Jobsuchende oder Wiedereinsteigende. In vielen Fällen können wir ihre Einstellung und Beschäftigung unterstützen“, so Wieczorek.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung zeigt, wie viele Menschen insgesamt auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung sind. „Im Kreis Stormarn beträgt die Zahl der Unterbeschäftigten aktuell 7.765, dies sind 178 Personen weniger als im Vormonat. Die Unterbeschäftigungsquote ist damit im September um 0,1 Prozentpunkt gesunken und liegt jetzt bei 5,6 Prozent. Im Vorjahresmonat betrug sie 5,5 Prozent“, so Wieczorek.

Nicht als arbeitslos gezählt werden beispielsweise Teilnehmende an Weiterbildungsmaßnahmen und in Arbeitsgelegenheiten oder Arbeitsuchende, die derzeit arbeitsunfähig erkrankt sind, sowie geflüchtete Menschen, die einen Sprach- oder Integrationskurs oder eine berufsvorbereitende Maßnahme der Arbeitsagentur oder des Jobcenters besuchen. Sie alle werden zusätzlich zu den arbeitslos gemeldeten Menschen in der Statistik zur Unterbeschäftigung erfasst, die die Agentur für Arbeit ebenfalls monatlich veröffentlicht.

 

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