Herbstbelebung hält an – Arbeitslosigkeit sinkt im Oktober auf Jahrestiefstwert

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Im September gab es im Zuge der Herbstbelebung nach den Sommerferien einen deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit im Kreis Stormarn. Dies hat sich im zurückliegenden Monat fortgesetzt. Im Oktober ist die Zahl arbeitsloser Menschen um 105 zum Vormonat gesunken. Insgesamt sind damit aktuell 6.169 Menschen bei den Agenturen für Arbeit in Bad Oldesloe, Ahrensburg und Reinbek sowie dem Jobcenter Stormarn arbeitslos gemeldet. Der Rückgang wirkt sich auf die Arbeitslosenquote aus, sie nimmt um 0,1 Prozentpunkt zum Vormonat ab und liegt jetzt bei 4,5 Prozent.

Im vergangenen Jahr waren im Oktober 6.061 Menschen und damit 108 weniger arbeitslos. Die Quote lag seinerzeit ebenfalls bei 4,5 Prozent.

„Die Herbstbelebung hat im Gegensatz zum Vorjahr auch im Oktober angehalten. Sie hat für eine weitere Entspannung am Arbeitsmarkt gesorgt. Mit jetzt 6.169 arbeitslosen Menschen ist deren Zahl auf den niedrigsten Wert des Jahres gesunken. Ein leicht positives Signal, auch wenn ich eine klare Erholung am Arbeitsmarkt noch nicht erkennen kann. Dafür liegt die Zahl der Personen, die sich aus einer Beschäftigung heraus neu arbeitslos melden, weiterhin auf zu hohem Niveau“, sagt Kathleen Wieczorek, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten. „Die Zahl vakanter Stellen hat zum Vormonat leicht um 26 zugenommen. Insgesamt liegt die aktuelle Personalnachfrage jedoch weiter bei knapp unter 1.900 Stellen. Dies sind knapp sieben Prozent weniger zu besetzende Stellen zum Vorjahresmonat. Für Jobsuchende gilt weiterhin: die Suche nach einer neuen Beschäftigung erfordert Geduld und Flexibilität.“

Vor dem Hintergrund des bestehenden Personalbedarfes in den Unternehmen wirbt die Chefin der Arbeitsagentur bei Frauen, die nach einer Familienphase wieder in den Beruf einsteigen oder sich beruflich weiterentwickeln möchten, für die landesweite Online-Aktionswoche „Frauen-Chancen-Wiedereinstieg“ der Agenturen für Arbeit vom 09. bis 13. November. „Frauen sind ein wesentlicher Teil unseres Arbeitsmarktes. Gleichzeitig sind ihre beruflichen Wege und Lebenssituationen vielfältig. Ob Wiedereinstieg nach einer Familienphase, Weiterbildung, eine Ausweitung der Arbeitszeit oder berufliche Neuorientierung – entscheidend ist, dass Frauen passende Perspektiven für ihre jeweilige Situation finden. Mit der Aktionswoche möchten wir sie dabei unterstützen, ihre Möglichkeiten zu entdecken und die nächsten beruflichen Schritte zu gehen“, so Wieczorek.

Es gibt in der Woche ein breites Angebot an Online-Workshops, Vorträgen und Veranstaltungen zur beruflichen Orientierung, Jobsuche und Bewerbung. Die Themen reichen von „Digitaler Aufbruch: Neue Wege, neue Chancen“, „KI für Einsteigerinnen und Fortgeschrittene“, „Anker lichten – Wiedereinstieg nach der Elternzeit“ bis hin zur „Selbstvermarktung für Akademikerinnen“. Die Teilnahme ist kostenfrei, erfordert jedoch eine vorherige Online-Anmeldung. Alle Informationen zum Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung finden sich unter www.arbeitsagentur.de/vor-ort/hamburg/chancen-fuer-frauen/frauen-chancen-wiedereinstieg-november-2026.

Sozialversicherungspflichtige Stellen

Dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter sind im Oktober 305 neue sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet worden, acht weniger als im September. Insgesamt sind 1.887 sozialversicherungspflichtige Stellen im Kreis Stormarn zu besetzen, 26 oder 1,4 Prozent mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind dies 135 Stellen weniger (minus 6,7 Prozent).

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung zeigt, wie viele Menschen insgesamt auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung sind. „Im Kreis Stormarn beträgt die Zahl der Unterbeschäftigten aktuell 7.705, dies sind 93 Personen weniger als im Vormonat. Die Unterbeschäftigungsquote bleibt damit im Oktober unverändert und liegt weiterhin bei 5,6 Prozent. Im Vorjahresmonat betrug sie 5,5 Prozent“, so Wieczorek.

Nicht als arbeitslos gezählt werden beispielsweise Teilnehmende an Weiterbildungsmaßnahmen und in Arbeitsgelegenheiten oder Arbeitsuchende, die derzeit arbeitsunfähig erkrankt sind, sowie geflüchtete Menschen, die einen Sprach- oder Integrationskurs oder eine berufsvorbereitende Maßnahme der Arbeitsagentur oder des Jobcenters besuchen. Sie alle werden zusätzlich zu den arbeitslos gemeldeten Menschen in der Statistik zur Unterbeschäftigung erfasst, die die Agentur für Arbeit ebenfalls monatlich veröffentlicht.

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