Die Arbeitslosigkeit im Kreis Stormarn hat im letzten Monat des Jahres 2025 um 37 arbeitslose Menschen zum Vormonat zugenommen. Damit sind im Dezember insgesamt 6.039 Menschen bei den Agenturen für Arbeit Bad Oldesloe, Ahrensburg und Reinbek sowie dem Jobcenter Stormarn arbeitslos gemeldet. Die Zunahme wirkt sich nicht auf die Arbeitslosenquote aus. Sie liegt unverändert zum Vormonat bei 4,4 Prozent.
Vor einem Jahr waren im Dezember 5.768 Menschen und damit 271 weniger arbeitslos. Die Quote lag seinerzeit bei 4,3 Prozent.

„Die Zahl arbeitsloser Menschen im Kreis Stormarn verharrt auch im Dezember bei knapp über 6.000. Das Plus von 37 arbeitslosen Menschen zum Vormonat ist jedoch nicht deutlich und wirkt sich nicht auf die Arbeitslosenquote aus. Sie liegt im letzten Monat des Jahres 2025 weiterhin bei 4,4 Prozent. Leider müssen wir in den kommenden Wochen mit einer weiteren Zunahme der Arbeitslosigkeit rechnen, saisonal wie auch vor dem Hintergrund der anhaltend schwachen Konjunkturlage. Absehbar erwarte ich bis zum Frühjahr keine Entlastung des Arbeitsmarktes“, sagt Kathleen Wieczorek, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten für den Kreis Stormarn und resümiert in einer ersten Bilanz: „Im zurückliegenden Jahr hat sich die Arbeitslosigkeit im Vergleich zu den Vorjahren auf einem erhöhten Niveau eingependelt. Größere Entwicklungen sind aufgrund fehlender positiver Konjunktursignale ausgeblieben. So fiel auch im vergangenen Jahr eine früher übliche Frühjahrsbelebung aus, die sonst immer für eine Entlastung am Arbeitsmarkt gesorgt hatte. Einzig im September gab es einmalig einen deutlicheren Rückgang der Arbeitslosigkeit zu einem Vormonat. Dieser reichte jedoch nur dafür aus, den vorherigen saisonalen Anstieg über die Sommermonate wieder zu kompensieren. In der Summe lag die Zahl arbeitsloser Menschen im Kreis Stormarn ganzjährig fast konstant bei knapp über 6.000. Dies sind rund 400 mehr als im Vorjahr und mehr als in den Jahren davor, aber auch weniger als vor gut 20 Jahren, als im Kreis Stormarn über 8.000 Menschen arbeitslos waren und die Arbeitslosenquote bei über sieben, zeitweise sogar über acht Prozent lag.“
Sozialversicherungspflichtige Stellen
Dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter sind im Dezember 284 neue sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet worden. Das ist eine mehr (plus 0,4 Prozent) als im Vormonat und 20 mehr als im Dezember vergangenen Jahres. Insgesamt sind damit aktuell 1.986 sozialversicherungspflichtige Stellen im Kreis Stormarn zu besetzen, 27 oder 1,4 Prozent mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind dies 113 Stellen weniger (minus 5,4 Prozent).
„Ausbleibende positive Konjunktursignale wirken sich weiterhin auf die Gesamtzahl offener Stellen aus. Diese hat zum Vorjahr weiter abgenommen und liegt jetzt bei knapp unter 2.000, was aber weiterhin eine hohe Zahl ist. In vielen Unternehmen bestehen unabhängig von der aktuellen Wirtschaftslage Personalbedarfe, weil diese schon lange und konjunkturunabhängig bestehen oder zum Beispiel demografische Entwicklungen realer werden, also Beschäftigte in den Ruhestand gehen“, so die Agenturchefin. „Die deutlichsten Rückgänge bei den gemeldeten offenen Stellen finden sich im verarbeitenden Gewerbe und im Bereich Verkehr und Lagerei. Waren im verarbeitenden Gewerbe im Frühjahr noch knapp 200 Stellen zu besetzen, so sind es aktuell 169 und damit rund 15 Prozent weniger. Im Bereich Verkehr und Logistik sind es nach fast 50 im Frühjahr jetzt noch 30 vakante Stellen.“
Unterbeschäftigung
Die Unterbeschäftigung bildet ab, wie viele Menschen insgesamt auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung sind. „Im Kreis Stormarn beträgt die Zahl der Unterbeschäftigten aktuell 7.526. Die Unterbeschäftigungsquote hat zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkt zugenommen und liegt jetzt bei 5,5 Prozent. Im Dezember des Vorjahres lag sie bei 5,6 Prozent“, so Wieczorek.
Nicht als arbeitslos gezählt werden beispielsweise Teilnehmende an Weiterbildungsmaßnahmen und in Arbeitsgelegenheiten oder Arbeitsuchende, die derzeit arbeitsunfähig erkrankt sind, sowie geflüchtete Menschen, die einen Sprach- oder Integrationskurs oder eine der berufsvorbereitenden Maßnahmen der Arbeitsagentur oder des Jobcenters besuchen. Sie alle werden zusätzlich zu den arbeitslos gemeldeten Menschen in der Statistik zur Unterbeschäftigung erfasst, die die Agentur für Arbeit ebenfalls monatlich veröffentlicht.
















