30 Jahre nach dem Brandanschlag in der Lübecker Hafenstraße – Erinnerung, Aufklärung, Verantwortung

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Zum 30. Jahrestag des Brandanschlags in der Hafenstraße am 18. Januar ruft der Lübecker Landtagsabgeordnete Jasper Balke zum Gedenken auf und lädt alle Interessierten zu einer Veranstaltung des Landesbeauftragten für politische Bildung ein:

“Am 18. Januar dieses Jahres jährt sich zum 30. Mal der rassistisch motivierte Brandanschlag auf die damalige Geflüchtetenunterkunft in der Hafenstraße 52. Bei der brutalen Tat verloren zehn Menschen ihr Leben, weitere 38 Menschen wurden teils schwer verletzt. Bis heute konnte dieser Akt menschenverachtender Gewalt nicht aufgeklärt werden.

Alljährlich erinnern die Hansestadt und die Initiative “Hafenstraße 96” an dieses dunkle Kapitel der jüngeren Lübecker Geschichte. Das Gedenken an die Opfer ist dabei nicht nur ein Zeichen des Respekts, sondern auch ein Mahnmal gegen Rassismus und die Gefahr rechtsextremer Gewalt für unsere Gesellschaft. Die diesjährige Mahnwache findet am 18. Januar um 12 Uhr am Mahnmal Hafenstraße Ecke Konstinstraße statt.

Im Vorfeld des 30. Jahrestags lädt der Landesbeauftragte für politische Bildung Schleswig-Holstein am 13. Januar um 18 Uhr zudem zu einer öffentlichen Veranstaltung im Landeshaus in Kiel ein. Unter dem Titel „Der Brandanschlag in der Lübecker Hafenstraße – 30 Jahre danach“ wird dort in einem Podiumsgespräch mit Beteiligten aus Politik, Justiz und des zivilgesellschaftlichen Bündnisses der Frage nachgegangen, warum die Tat bis heute nicht aufgeklärt ist und wie Erinnerungskultur und politische Bildung dazu beitragen können, das Bewusstsein für demokratische Verantwortung zu schärfen.
Als Lübecker danke ich dem Landesbeauftragten Dr. Christian Meyer-Heidemann und allen Mitwirkenden für dieses wichtige Angebot und freue mich auf ein reges Interesse, insbesondere bei Lübeckerinnen und Lübeckern.

Als Gesellschaft ist es unsere gemeinsame Verantwortung für Vielfalt und Solidarität einzustehen. Denn die Stärke unserer Demokratie zeigt sich auch daran, wie wir mit denen umgehen, die Schutz in unserer Mitte suchen. Die strafrechtliche Verfolgung der Täter wie auch das Gedenken an die Opfer des 18. Januar ist dabei zentral für eine offene, sichere und demokratische Stadtgesellschaft.”

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