DRK: Dringender Appell zur Blutspende – Versorgungslage spitzt sich zu

0

Hamburg, Schleswig, Lütjensee, 13. Januar 2026 – Die aktuelle Versorgungslage mit Blutpräparaten ist angespannt und droht sich weiter zu verschärfen. Winterwetter, Infektionswelle und ein feiertagsbedingter schwacher Jahresstart beim
Spendenaufkommen treffen gleichzeitig auf einen unverändert hohen Bedarf in den Krankenhäusern.

In den vergangenen Wochen mussten einige Blutspendetermine aufgrund von Schnee und Eis kurzfristig abgesagt werden. Viele der durchgeführten Termine waren aus dem gleichen Grund deutlich schlechter besucht als üblich. Parallel führt eine starke Grippe- und Erkältungswelle dazu, dass viele potenzielle Spenderinnen und Spender vorübergehend nicht spenden können. Bereits zu Jahresbeginn war das Spendenaufkommen deutlich zu niedrig, unter anderem durch Feiertage und
reduzierte Terminangebote. Die Folgen sind spürbar: Die Vorräte gehen zurück, die Lagerreichweiten schrumpfen und liegen aktuell bei nur noch etwa 1-2 Tagen. Bei den Blutgruppen Null Rhesus positiv und Null Rhesus negativ sind die Bestände derzeit am niedrigsten.
Das DRK appelliert daher eindringlich an alle gesunden und spendefähigen Bürgerinnen und Bürger, jetzt Verantwortung zu übernehmen und zeitnah einen Blutspendetermin wahrzunehmen. Schon wenige Tage mit hoher Spendenbereitschaft können entscheidend dazu beitragen, die Versorgungslage wieder zu entspannen.
Alle DRK-Blutspende-Termine in Schleswig-Holstein und Hamburg unter www.blutspende-
nordost.de/blutspendetermine/ oder über die kostenfreie Hotline Telefon 0800 11 949 11.
Bitte zur Blutspende den Personalausweis mitbringen!
Hintergrund
Der DRK-Blutspendedienst trägt Sorge für einen verantwortungsvollen Umgang mit den knappen Beständen. Eine nachhaltige Stabilisierung der Versorgung ist jedoch nur möglich, wenn kurzfristig deutlich mehr Menschen Blut spenden. Denn Blutpräparate sind nur begrenzt haltbar und können nicht auf Vorrat produziert werden. Mehrere Tage mit weniger Spenden wirken sich unmittelbar auf die Versorgung aus. „Die Situation ist ernst. Die Krankenhäuser benötigen täglich Blut für Operationen, Notfälle, Krebstherapien und die Behandlung chronisch kranker Menschen. Diese Versorgung darf nicht ins Wanken geraten“, erklärt auch der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost.
„Blutspenden lassen sich nicht aufschieben. Was heute nicht gespendet wird, fehlt morgen in den Kliniken.“

Kommentar schreiben (erst nach Moderation sichtbar)

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

*