Erzählcafé zu Frauengeschichten aus Bargteheide

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Mut, Engagement und Gestaltungswillen zeigen sich nicht immer auf den großen Bühnen der Geschichte. Viele Frauen in den Generationen vor uns haben die Welt verändert – leise, aber nachhaltig. Diesen oft übersehenen Lebensleistungen widmet die Geschichtswerkstatt Bargteheide e. V. ein Erzählcafé am Mittwoch, 28. Januar, um 15 Uhr im Ratssaal des Rathauses, Rathausstraße 24.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen vier Frauen, die Bargteheide geprägt haben, deren Namen heute jedoch kaum jemand kennt. In kurzen Porträts stellt eine Arbeitsgruppe der Geschichtswerkstatt den bisherigen Forschungsstand zu ihren Lebenswegen vor. Dabei geht es ausdrücklich nicht um abgeschlossene Biografien, sondern um einen offenen Austausch. Vorgestellt werden: Caroline Schulze, geb. Studt (1871–1949), die in Bargteheide ein Wäschegeschäft aufbaute; Bertha Ruge, geb. Wagner (1889–1961), Bauersfrau und Zeitzeugin ländlichen Alltagslebens; Dorothea Bertz, geb. Hansen (1893–1974), Meiereibesitzerin; Anni Fröndt, geb. Beckmann (1899–1985), langjährige Vorsitzende des DRK-Ortsvereins.

„Das, was wir bislang über diese Frauen erzählen können, ist das Ergebnis intensiver Recherche – aber sicher nicht vollständig“, betont Vira Sprotte, die die Arbeitsgruppe leitet. Deshalb richtet sich das Erzählcafé ausdrücklich auch an Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, Nachfahren sowie alle Interessierten, die Erinnerungen, Ergänzungen oder Korrekturen beisteuern möchten. Das Erzählcafé bietet Raum für Begegnung, Austausch und gemeinsames Erinnern. Ziel ist es, lokale Frauengeschichte sichtbar zu machen und Wissen zu bewahren, das sonst verloren zu gehen droht. Der Eintritt ist frei.

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