Im Januar ist die Arbeitslosigkeit im Kreis Stormarn nach einer Stagnation im letzten Quartal des Vorjahres wieder deutlicher angestiegen. Der Jahreswechsel mit den damit einhergehenden saisonalen Effekten hat sich auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar gemacht. 292 Menschen mehr als noch im Dezember sind aktuell bei der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe und dem Jobcenter Stormarn arbeitslos gemeldet. Damit steigt ihre Zahl auf insgesamt 6.331. In der Folge nimmt die Arbeitslosenquote um 0,3 Prozentpunkte zum Dezember zu und liegt jetzt bei 4,7 Prozent.
Vor einem Jahr waren im Januar 6.106 Menschen und damit 225 weniger arbeitslos. Die Quote lag seinerzeit bei 4,5 Prozent.

„Der Jahreswechsel bringt regelmäßig einen spürbaren Anstieg der Arbeitslosigkeit mit sich. Im Jahresverlauf melden sich im Januar immer die meisten Menschen nach einer Beschäftigung arbeitslos. Ursächlich sind ausgelaufene befristete Arbeitsverträge, witterungsbedingte Einflüsse wie auch zum Jahresende wirksam gewordene Kündigungsfristen. Insgesamt fällt das Plus von 292 arbeitslosen Menschen mehr gegenüber Dezember etwas niedriger als zu Jahreswechseln der beiden Vorjahre aus. Jedoch zählen wir in der Folge des Anstiegs mit jetzt 6.331 arbeitslosen Menschen im Kreis die höchste Zahl seit Februar 2007. Die anhaltende Konjunkturschwäche bildet sich in den Zahlen zur Arbeitslosigkeit ab“, sagt Kathleen Wieczorek, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten für den Kreis Stormarn. „Unser Stellenbestand wie auch die Zahl neu gemeldeter Stellen bleibt im Vergleich zum Vorjahresmonat stabil. Die Suche nach einem neuen Job erfordert im Vergleich zu den Vorjahren aber weiterhin mehr Geduld und Flexibilität.“
Sozialversicherungspflichtige Stellen
Dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter sind im ersten Monat des Jahres 267 neue sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet worden. Das sind 17 weniger (minus sechs Prozent) als im Vormonat, jedoch 65 mehr (plus 32,2 Prozent) als im Januar vergangenen Jahres. Insgesamt sind aktuell 1.970 sozialversicherungspflichtige Stellen im Kreis Stormarn zu besetzen, 16 oder 0,8 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind dies 30 Stellen mehr (plus 1,5 Prozent). „Die Nachfrage nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bleibt stabil, auch wenn sie in der Regel witterungsbedingt im Januar immer etwas schwächer ausfällt. Nach Branchen betrachtet finden sich im Bau- und Gastgewerbe sowie im Groß- und Einzelhandel aktuell weniger Stellen als in den Vorwochen wie auch im Vergleich zum Vorjahresmonat“, so die Agenturchefin.
Unterbeschäftigung
Die Unterbeschäftigung zeigt, wie viele Menschen insgesamt auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung sind. „Im Kreis Stormarn beträgt die Zahl der Unterbeschäftigten aktuell 7.775. Die Unterbeschäftigungsquote hat zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkt zugenommen und liegt jetzt bei 5,6 Prozent. Im Januar des Vorjahres lag sie bei 5,8 Prozent“, so Wieczorek.
Nicht als arbeitslos gezählt werden beispielsweise Teilnehmende an Weiterbildungsmaßnahmen und in Arbeitsgelegenheiten oder Arbeitsuchende, die derzeit arbeitsunfähig erkrankt sind, sowie geflüchtete Menschen, die einen Sprach- oder Integrationskurs oder eine der berufsvorbereitenden Maßnahmen der Arbeitsagentur oder des Jobcenters besuchen. Sie alle werden zusätzlich zu den arbeitslos gemeldeten Menschen in der Statistik zur Unterbeschäftigung erfasst, die die Agentur für Arbeit ebenfalls monatlich veröffentlicht.
Ausbildung 2026: Unternehmen suchen bereits – mit den Halbjahreszeugnissen jetzt Richtung Ausbildung starten
Über 900 gemeldete Ausbildungsstellen stehen den angehenden Schulabgängerinnen und -abgängern bei der Arbeitsagentur im Kreis Stormarn bereits zur Auswahl. „Viele Unternehmen sind schon intensiv auf der Suche nach Auszubildenden für den Ausbildungsstart im kommenden Herbst. Mit den Halbjahreszeugnissen sollten sich diejenigen, die noch nicht aktiv sind, jetzt auf den Weg Richtung Berufsstart machen. Je früher dies geschieht, je größer sind die Chancen auf einen Ausbildungsvertrag im Wunschberuf“, sagt Wieczorek.
Bislang haben sich 662 Jugendliche als Ausbildungssuchende bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe gemeldet. „Das sind zum aktuellen Zeitpunkt 234 mehr als im Januar vergangenen Jahres. Ein wichtiges Signal für die Unternehmen, dass sich wieder mehr junge Menschen für eine duale Ausbildung interessieren“, so die Agenturchefin. „Ich möchte die, die sich noch nicht bei uns gemeldet haben, einladen: Nehmt die jetzt erhaltenen Halbjahreszeugnisse als Auftakt für die Planung eurer Zukunft. Die Unternehmen stehen bereits am Start. Eure Chancen auf einen Ausbildungsplatz sind gut. Unsere Berufsberaterinnen und Berufsberater sind eure Berater, Ratgeber und Lotsen bei der Berufs- oder Studienwahl, bei der Ausbildungssuche oder der Suche nach Überbrückungsmöglichkeiten.“
Termine für die Berufsberatung bekommen Jugendliche und ihre Eltern über die Hotline 0 45 31 – 167 154 oder online unter www.arbeitsagentur.de/eservices => Ausbildung, Studium und Weiterbildung => Persönliche Berufsberatung: online anmelden.















