Polizei durchsucht mehrere Objekte in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Waffenhandels

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Hamburg (ots) – Orte: Hamburg-Allermöhe, -Heimfeld, -Jenfeld, -Neugraben-Fischbek, -Stellingen, -Tonndorf, -Veddel und -Wilhelmsburg sowie Schleswig-Holstein (S-H; Borstorf, Gelting, Glinde, Mölln und Stockelsdorf) und Mecklenburg-Vorpommern (M-V; Binz)

Einsatzkräfte der Polizei und des Zolls haben ab Donnerstag insgesamt 19 Objekte in Hamburg, S-H und M-V durchsucht und hierbei unter anderem mehrere Waffen und Munition sichergestellt. Zugrunde liegt der Verdacht des gewerbsmäßigen Waffenhandels.

Umfangreiche Ermittlungen der Abteilung für Waffen- und Sprengstoffdelikte des Landeskriminalamtes Hamburg (LKA 7) führten die Beamtinnen und Beamten auf die Spur von insgesamt neun Männern im Alter von 32 bis 61 Jahren. Im Rahmen der Maßnahmen verdichteten sich die Hinweise, dass sie in unterschiedlicher Konstellation an dem gewerbsmäßigen Handel mit Waffen – darunter mutmaßlich auch solche, die unter das Kriegswaffenkontrollgesetz fallen – beteiligt sind.

Am Donnerstagmorgen vollstreckten Einsatzkräfte der Länderpolizeien Hamburg, S-H und M-V, der Bundespolizei und des Hauptzollamtes Kiel mehrere vom Gericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hamburg erlassene Durchsuchungsbeschlüsse. Im Rahmen dessen durchsuchten sie zehn Wohnobjekte (sechs in Hamburg, drei in S-H und eins in M-V), sechs Warenlager (vier in Hamburg und zwei in S-H) sowie einen Kulturverein in Heimfeld. Hierbei stellten die Beamtinnen und Beamten unter anderem drei scharfe Pistolen, rund 4.000 Schuss Munition, elf Blend-/Rauchgranaten, einen Schalldämpfer und zwölf Schlagringe sicher. Zudem fanden die Polizistinnen und Polizisten in einem Warenlager in Borstorf palettenweise mutmaßliche Hehlerware, darunter hochwertige Kfz-Teile und Elektronikartikel, und beschlagnahmten diese.

Einen 43-jährigen Deutschen nahmen die Einsatzkräfte vorläufig fest, nachdem bei ihm unter anderem zwei scharfe Schusswaffen gefunden worden waren. Er wurde im Anschluss einem Haftrichter vorgeführt. Sechs weitere Tatverdächtige – drei Deutsche im Alter von 33, 35 und 36 Jahren sowie drei 32-, 37- und 42-jährige, türkische Staatsangehörige – wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen, da keine Haftgründe gegen sie vorlagen.

Im Rahmen der Maßnahmen erlangte die Kriminalpolizei Hinweise auf einen 61-jährigen deutschen Staatsangehörigen. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung im Stadtteil Tonndorf am Freitagabend, bei der auch ein Spezialeinsatzkommando zum Einsatz kam, fanden die Beamtinnen und Beamten zwei scharfe Schusswaffen und beschlagnahmten diese. In einem von ihm genutzten Lager in der Gemeinde Stockelsdorf stellten die Einsatzkräfte gut 80 Schuss Schrotmunition und rund 80 Gramm Ecstasy sicher. Der Tatverdächtige wurde nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen entlassen.

Bei dem neunten Tatverdächtigen – einem 42 Jahre alten Deutschen – durchsuchten Polizistinnen und Polizisten bereits am vorvergangenen Samstag (24.01.2026), nachdem sich Hinweise auf den Ankauf eines Sturmgewehrs verdichtet hatten. Neben diesem beschlagnahmten die Einsatzkräfte in dessen Wohnung im Stadtteil Heimfeld einen geladenen Revolver. Der Mann wurde bereits am Sonntag, 25.01.2026, einem Richter vorgeführt, der einen Untersuchungshaftbefehl gegen ihn erließ.

Die gemeinsamen Ermittlungen des LKA 7 und der Staatsanwaltschaft Hamburg dauern an. Nach derzeitigem Stand kann die mutmaßliche Hehlerware einem Ermittlungskomplex des Harburger Einbruchsdezernats (LKA 182) zugeordnet werden (hierzu siehe: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/6337/6147644). Auch in diesem Fall dauern die Ermittlungen noch an.

 

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