Bargteheide Zero warnt vor „politischem Zick-Zack-Kurs“: CDU-Antrag gefährdet Klimaziele und Fördermittel

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Bargteheide, 04. März 2026 – Die Bürgerinitiative Bargteheide Zero äußert massives Unverständnis über den aktuellen Vorstoß der CDU-Fraktion. Der Antrag, das im April 2022 gemeinsam beschlossene Ziel der Klimaneutralität bis 2035 offiziell aufzuheben, stellt aus Sicht der Initiative nicht nur die Glaubwürdigkeit der Stadtpolitik infrage, sondern droht auch konkrete finanzielle Schäden zu verursachen.

Verlust von Planungssicherheit und Fördermitteln

Hintergrund der Debatte ist ein Bürgerbegehren nach § 16g Gemeindeordnung, das die Stadtvertretung vor fast vier Jahren einstimmig – und ausdrücklich mit den Stimmen der CDU – als verbindlichen Arbeitsauftrag angenommen hatte. Seither wurden erhebliche personelle und finanzielle Ressourcen in die Erstellung eines integrierten Klimaaktionsplans investiert.

„Wer dieses Fundament jetzt einreißt, verspielt das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Verlässlichkeit kommunaler Entscheidungen“, erklärt ein Sprecher von Bargteheide Zero. Neben dem politischen Flurschaden drohen handfeste finanzielle Konsequenzen: Die Aufhebung des Ziels könnte zur Rückzahlung von bereits bewilligten Fördermitteln in Höhe von 37.800 Euro führen. Geld, das die Stadt für die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen dringend benötigt.

Widerspruch zu jüngsten Versprechen

Besonders irritierend empfindet die Bürgerinitiative die Diskrepanz zwischen dem aktuellen Antrag und den öffentlichen Aussagen der Union. Noch im Januar 2026 erklärte die CDU wörtlich:

„Unser Anspruch bleibt: Bargteheide stark, sicher und klimaneutral bis 2035 – gemeinsam mit den Menschen in unserer Stadt.“

„Zwischen diesem Anspruch und dem jetzigen Antrag klafft eine erhebliche Lücke“, so die Initiative. Dass fachliche Prognosen die vollständige Zielerreichung bis 2035 als schwierig einstufen, sei kein Grund für eine Kehrtwende, sondern ein Auftrag für entschlosseneres Handeln.

Die aktuellen Entwicklungen zeigen wie notwendig es ist sich unabhängig von fossilen Energien zu machen. Das Maßnahmenpaket zeigt Wege dorthin. Bezahlbare saubere Energie und Unabhängigkeit von der Weltlage sind auch für die Bargteheider Bürger wichtig.

Appell an die politische Verantwortung

Klimaschutz ist für Bargteheide Zero keine Frage der Ideologie, sondern eine der wirtschaftlichen Weitsicht und Generationengerechtigkeit. Die Initiative fordert alle Fraktion daher auf, ihren Antrag zu überdenken und zur gemeinsamen Entscheidung von 2022 zu stehen. Anpassungen auf Basis neuer Erkenntnisse seien sinnvoll, ein politischer Kurswechsel ohne Not jedoch kontraproduktiv für die gesamte Stadtentwicklung.

Am 12.3. um 19 Uhr wird in der Stadtvertretersitzung über das Vorreiterkonzept entschieden. Es ist ein wichtiges Signal wenn viele Bürger in die Aula der Dietrich- Bonhoeffer-Schule kommen und dieser offiziellen Sitzung beiwohnen.

Über Bargteheide Zero: Die Bürgerinitiative setzt sich für eine nachhaltige und klimaneutrale Stadtentwicklung in Bargteheide ein und begleitet den kommunalen Transformationsprozess kritisch und konstruktiv.

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