Leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit – Quote sinkt im November auf 4,4 Prozent

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Nach einem leichten Anstieg im vergangenen Monat ist die Arbeitslosigkeit im November im Kreis Stormarn gesunken. Aktuell sind 6.002 Menschen bei den Agenturen für Arbeit in Bad Oldesloe, Ahrensburg und Reinbek sowie dem Jobcenter Stormarn arbeitslos gemeldet. Dies sind 59 weniger als noch im Oktober. Der Rückgang wirkt sich auf die Arbeitslosenquote aus, sie nimmt um 0,1 Prozentpunkt zum Vormonat ab und liegt jetzt bei 4,4 Prozent.

Im vergangenen Jahr waren im November 5.715 Menschen und damit 287 weniger arbeitslos. Die Quote lag seinerzeit bei 4,2 Prozent.

„Außerhalb der saisonalen Bewegungen bleiben größere – positive wie auch negative – Veränderungen bei der Zahl arbeitsloser Menschen weiterhin aus. Nach einem Plus im Oktober ist ihre Zahl im zurückliegenden Monat wieder leicht gesunken. Der Rückgang um 59 Jobsuchende fällt nicht deutlich aus, wirkt sich aber zumindest auf die Arbeitslosenquote aus, die wieder bei 4,4 Prozent liegt. Es bleibt dabei, dass wir keine besonderen Bewegungen bei den Arbeitslosmeldungen wie auch Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit beobachten. Beides hält sich im Wesentlichen die Waage, so dass in der Folge die Gesamtzahl arbeitsloser Menschen relativ konstant bleibt.             Eine gesamtwirtschaftliche Erholung, die sich auch deutlicher auf den Arbeitsmarkt im Kreis auswirkt, ist aktuell leider noch nicht in Sicht“, sagt Kathleen Wieczorek, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten.

Appell zum internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am 03. Dezember: Mehr Chancen für Menschen mit Behinderung

Im Kreis Stormarn sind im aktuellen Monat 280 Menschen mit einer Schwerbehinderung ohne Beschäftigung und auf der Suche nach einem neuen Job. „Im Vorjahresmonat waren 255 schwerbehinderte Menschen arbeitslos, damit hat ihre Zahl zum Vorjahr um gut zehn Prozent zugenommen. Für sie ist die Job- oder Ausbildungssuche nach unseren Erfahrungen trotz eines Arbeits- und Fachkräftebedarfes oftmals schwieriger und langwieriger als für diejenigen ohne Behinderungen“, sagt die Chefin der Arbeitsagentur und appelliert im Hinblick auf den anstehenden internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am 03. Dezember: „Unternehmen sollten deren Potentiale nutzen und ihnen eine Chance geben. Arbeitslose Menschen mit Behinderung sind häufig gut qualifiziert und besonders motiviert und sollten bei der Personalsuche mit in den Fokus genommen werden. Auch mit Blick auf die demografische Entwicklung ist es wichtig, die Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben zu fördern und zu verbessern.“

Per Gesetz wären im Jahr 2023 (die aktuellsten Daten zur Beschäftigungspflicht stammen aus dem Jahr 2023) 618 Unternehmen aus dem Kreis Stormarn mit mindestens 20 Arbeitsplätzen dazu verpflichtet gewesen, Menschen mit einer Schwerbehinderung zu beschäftigen. 227 Stormarner Unternehmen waren ihrer Beschäftigungspflicht nachgekommen. „391 und damit rund 63 Prozent hatten ihre Beschäftigungspflicht jedoch nicht oder nicht vollständig erfüllt und eine Ausgleichsabgabe gezahlt“, berichtet Wieczorek. “Die Agenturen für Arbeit fördern die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung.“ Zur Unterstützung der Unternehmen stünden der Agentur für Arbeit verschiedenste individuelle Förderinstrumente zur Verfügung. Neben der Beratung können dies zum Beispiel Zuschüsse zu Lohnkosten, Probebeschäftigungen oder Zuschüsse für die behindertengerechte Ausstattung von Arbeits- oder Ausbildungsplätzen sein. „Ziel ist es, Firmen zu beraten, wie sie Menschen mit Behinderungen erfolgreich ausbilden, einstellen oder weiterqualifizieren können und sie hierbei zu unterstützen“, so die Agenturchefin.

Sozialversicherungspflichtige Stellen

Dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter sind im November 283 neue sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet worden, 18 mehr als im Oktober. Insgesamt sind 1.959 sozialversicherungspflichtige Stellen im Kreis Stormarn zu besetzen, 63 oder 3,1 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind dies 218 Stellen weniger (minus zehn Prozent).

“Unser Stellenbestand hat sich mit aktuell 1.959 zu besetzenden sozialversicherungspflichtigen Stellen zu den Vormonaten etwas abgeschwächt. Es ist jedoch nicht ungewöhnlich, dass zum Jahresende hin die Zahl der vakanten Jobs tendenziell etwas zurückgeht“, erklärt Wieczorek.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung zeigt, wie viele Menschen insgesamt auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung sind. „Im Kreis Stormarn beträgt die Zahl der Unterbeschäftigten aktuell 7.485, dies sind 76 Personen weniger als im Vormonat. Die Unterbeschäftigungsquote ist damit ebenfalls um 0,1 Prozentpunkt gesunken und liegt jetzt bei 5,4 Prozent. Im Vorjahresmonat betrug sie 5,6 Prozent“, so Wieczorek.

Nicht als arbeitslos gezählt werden beispielsweise Teilnehmende an Weiterbildungsmaßnahmen und in Arbeitsgelegenheiten oder Arbeitsuchende, die derzeit arbeitsunfähig erkrankt sind, sowie geflüchtete Menschen, die einen Sprach- oder Integrationskurs oder eine berufsvorbereitende Maßnahme der Arbeitsagentur oder des Jobcenters besuchen. Sie alle werden zusätzlich zu den arbeitslos gemeldeten Menschen in der Statistik zur Unterbeschäftigung erfasst, die die Agentur für Arbeit ebenfalls monatlich veröffentlicht.

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