Sternenwege – Ein kosmisches Gongkonzert

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Samstag, 25. April 2026, 19 Uhr
Kirche in Sülfeld
Eintritt frei – Spende willkommen

Die Kirchengemeinde in Sülfeld lädt am Samstag, den 25. April  2026, um 19 Uhr zu einem außergewöhnlichen Konzert ein. Unter dem Titel „Sternenwege“ präsentiert der Komponist und Gongspieler Peter Heeren ein Programm eigener Werke. An der Orgel wirkt Nikola Anne Mehlhorn mit.

Im Mittelpunkt des Abends stehen die Gongs als eigenständige, kompositorisch geführte Tonträger. Sie werden nicht als bloße Schlaginstrumente oder als atmosphärisches Beiwerk eingesetzt, sondern übernehmen melodische, formbildende und strukturelle Aufgaben. Heeren arbeitet mit klar definierten Tonhöhenbezügen, motivischen Keimzellen und deutlich erkennbaren melodischen Gestalten, die aus den physikalischen Eigenschaften der Instrumente entwickelt werden.

Foto8 von Anna Virbinskis

Die Orgel erweitert dieses Material durch weit gespannte Klangflächen, harmonische Verdichtungen und kontrapunktische Bezüge. Röhrenglockenspiel und andere Percussionsinstrumente werden gezielt zur Artikulation, Gliederung und rhythmischen Präzisierung eingesetzt. Alle musikalischen Ebenen sind streng aufeinander bezogen und Teil einer durchkomponierten Gesamtform.

Im Zentrum des Programms stehen Werke, die nach Sternbildern benannt sind: Orion, Lyra, Cassiopeia, Cygnus, Andromeda und Pegasus. Jedes dieser Stücke bildet eine eigenständige kompositorische Einheit mit spezifischem melodischem Material und klarer formaler Entwicklung. Die Bezugnahme auf Sternbilder dient dabei nicht einer illustrativen Darstellung, sondern fungiert als struktureller und formaler Ordnungsrahmen.

Peter Heeren entwickelt seit vielen Jahren ungewöhnliche Spielweisen für den Gong und arbeitet daran, das Instrument aus einer rein rhythmischen oder atmosphärischen Verwendung herauszulösen. In seinen Kompositionen erscheint der Gong als melodiefähiges, präzise kontrollierbares Instrument innerhalb einer klar strukturierten musikalischen Form.

Die verschiedenen Gongs treten dabei in einen sorgfältig ausbalancierten Dialog mit der Orgel sowie mit Röhrenglockenspiel und anderen Percussionsinstrumenten. Der Kirchenraum wird bewusst als akustischer Resonanzraum in die musikalische Gestaltung einbezogen.

Das Publikum erwartet ein konzentriertes Hörerlebnis zeitgenössischer Musik, geprägt von formaler Klarheit, differenzierter Instrumentalbehandlung und einer ausgeprägten klanglichen Raumwirkung.

Der Eintritt ist frei. Eine Spende ist willkommen.

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