Liebe Bargteheiderinnen, liebe Bargteheider,
zum Jahresbeginn scheint sich alles wieder auf Anfang zu stellen. Über die Weihnachtstage konnten wir zur Ruhe kommen und Zeit mit Familie und Freunden verbringen. Wie in jedem Jahr füllt sich der Kalender jedoch blitzschnell, und der Alltag kehrt zurück. Bevor wir wieder vollständig in das neue Jahr starten, möchten wir noch einmal kurz auf das Jahr 2025 zurückblicken. Gemeinsam haben wir in unserer Stadt viel bewegt.

Ein besonderer Meilenstein war die Fertigstellung des neuen Schulhofs des Kopernikus-Gymnasiums, den die Schülerinnen und Schüler endlich erobern konnten. Auch außerhalb der Schule sind neue Treffpunkte für Jugendliche entstanden – der neue Pavillon im Stadtpark, die Skaterbahn sowie das JugendKulturHaus bieten attraktive Aufenthalts- und Begegnungsorte für die junge Generation.
Die Wohnungen im Maisfeld wurden im Frühjahr bezogen und bieten nun modernen Wohnraum für Jung und Alt. Die Wanderausstellung Stolen Memorys war zu Gast in Bargteheide und hat viele Besucherinnen und Besucher nachhaltig beeindruckt. Großer Beliebtheit erfreut sich auch die neue Hundeauslauffläche – die Besucherzahlen sprechen für sich.
Seit Sommer 2025 können Freibadgäste ihre Eintrittskarten bequem über den Onlineshop erwerben und lange Wartezeiten an der Kasse vermeiden. Bargteheide war zudem Gastgeber des Auftakts zum Stadtradeln für das gesamte Kreisgebiet. Gemeinsam erradelten die Teilnehmenden kreisweit einen hervorragenden zweiten Platz.
Delegationen aus unseren Partnerstädten Déville-lès-Rouen (Frankreich) und Żmigród (Polen) waren zu Besuch und lernten unsere Stadt neu kennen. Der Austausch war für alle Beteiligten bereichernd und ist gerade in der heutigen Zeit wichtiger denn je.
Im Zuge des städtischen Hitzeschutzes wurden drei öffentliche Wasserspender installiert – eine sichtbare und wirksame Maßnahme für heiße Tage. Auch die Digitalisierung schreitet weiter voran: Für Gewerbean- und -abmeldungen wurde die Bezahlung per ePayment eingeführt. Weitere Online-Dienstleistungen werden im Jahr 2026 folgen.
Die vorbereitenden Maßnahmen zur Städtebauförderung sind abgeschlossen, die Sanierungssatzung wurde veröffentlicht. Erste Maßnahme wird die Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes sein. Im Frühjahr werden die endgültigen Pläne für die Neuanlage der Bahnsteige und Schienen im Zusammenhang mit der S4 erwartet. Besonders erfreulich ist, dass das historische Stellwerk an seinem Standort erhalten bleibt.
Auch der Blick nach vorn zeigt viele wichtige Projekte: Die Entwürfe für die neue KGB-Sporthalle sowie für die neue Feuerwache liegen vor, sodass die Ausschreibungen 2026 starten können. Die neue Buswendeanlage in der Bahnhofstraße sowie ein weiteres Gebäude für Schutzsuchende sollen bis zum Sommer fertiggestellt werden. Das Autonome Jugendhaus wird grundsaniert und steht anschließend der autonomen Jugendarbeit in neuem Glanz zur Verfügung. Die Grundschule Brektehegel erhält ein Gebäude für die Ganztagsbetreuung.
Ein Freibad ohne Großrutsche ist für viele kaum vorstellbar. Daher hat sich die Stadtvertretung entschieden, die aufgrund eines Gutachtens gesperrte Rutsche im Jahr 2026 zu ersetzen. Dafür werden Fördermittel benötigt; hierzu wird es noch einen Spendenaufruf geben. Zudem werden in der ersten Jahreshälfte die kommunale Kälte- und Wärmeplanung sowie das Klimaschutzkonzept (Vorreiterkonzept) fertiggestellt.
Sehr bewegt hat die Mitglieder der Stadtvertretung, ihrer Ausschüsse sowie die Mitarbeitenden der Stadt Bargteheide die angespannte Finanzlage der Kommunen. Auch Bargteheide ist davon betroffen und muss künftig den Gürtel enger schnallen. Für das Jahr 2026 konnte der Ergebnishaushalt nur durch Entnahmen aus der Ausgleichsrücklage ausgeglichen werden. Dennoch ist das finanzielle Polster noch gut gefüllt, sodass große Maßnahmen zunächst darüber finanziert werden können. Bargteheide bleibt somit auch 2026 schuldenfrei.
Dieses Ergebnis war nur durch einen gemeinschaftlichen Kraftakt möglich: Der Hebesatz der Gewerbesteuer wurde auf 400 Prozent angehoben, alle Budgets um fünf Prozent reduziert und vier Stellen im Stellenplan gestrichen. So konnten nahezu alle freiwilligen Förderungen erhalten bleiben. Auf diesem soliden Fundament lässt sich die Zukunft unserer Stadt gestalten. Über Parteigrenzen hinweg wurde verantwortungsvoll im Sinne Bargteheides gehandelt – ein wichtiges Signal, dass wir gemeinsam durch die finanzielle Krise kommen.
Wie bereits im vergangenen Jahr zeigt sich: Unsere Stadt ist weiterhin gut aufgestellt, um die kommenden Aufgaben zu bewältigen. Zwar werden die finanziellen Spielräume kleiner, doch mit gesundem Augenmaß und gemeinschaftlichem Handeln werden wir die nächsten Jahre erfolgreich meistern. Wir bleiben zuversichtlich.
Ein großer Teil dessen, was Bargteheide lebendig und lebenswert macht, entsteht durch das Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger. Ob in Freizeit, Sport, Kultur, Bildung, sozialen Netzwerken oder im Hilfs- und Rettungsdienst – Sie investieren Zeit, Kraft und Wissen und leisten Vorbildliches. Dafür danken wir Ihnen herzlich.
Liebe Bargteheiderinnen und Bargteheider, wir wünschen Ihnen und Ihren Familien, den Menschen in unseren Partnerstädten Déville-lès-Rouen und Żmigród sowie unseren Nachbargemeinden einen guten Start sowie ein gesundes, erfolgreiches und zuversichtliches neues Jahr. Unser besonderer Dank gilt allen ehrenamtlich Engagierten für ihren großartigen Einsatz.
Am 11. Januar 2026 findet um 11.00 Uhr im Ganztagszentrum der traditionelle Neujahrsempfang statt. Hierzu laden wir Sie herzlich ein.
Bargteheide, im Januar 2026
Cornelia Harmuth Bürgervorsteherin
Gabriele Hettwer Bürgermeisterin
















