Arbeitslosigkeit: Leichter Anstieg im Februar – Quote unverändert bei 4,7 Prozent

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Der Jahreswechsel mit seinen saisonal üblichen Auswirkungen sorgte im Kreis Stormarn für eine deutliche Zunahme der Zahl arbeitsloser Menschen. Auch im Februar registrieren die Agentur für Arbeit Bad Oldesloe und das Jobcenter Stormarn mehr Jobsuchende zum Vormonat. Der Anstieg fällt mit plus 46 zum Januar jedoch eher gering aus und bleibt ohne Auswirkung auf die Arbeitslosenquote. Sie liegt unverändert bei 4,7 Prozent. Insgesamt sind im Februar 6.377 Menschen arbeitslos gemeldet.

Vor einem Jahr waren im Februar 6.119 Menschen und damit 258 weniger arbeitslos. Die Quote lag seinerzeit bei 4,5 Prozent.

„An der Gesamtzahl arbeitsloser Menschen hat sich im Februar wenig verändert, die Arbeitslosenquote beträgt im Kreis Stormarn unverändert 4,7 Prozent. Ein deutlicheres Plus zum Vormonat findet sich im Wesentlichen in der Gruppe junger Menschen. Bei ihnen hat die Arbeitslosigkeit um 41 oder sieben Prozent gegenüber Januar zugenommen. Hier sind die Ausbildungsprüfungen, die in den vergangenen Wochen angestanden hatten, ein Grund für das Plus. In der Regel können nicht alle Prüflinge in ihren Ausbildungsbetrieben übernommen werden”, sagt Kathleen Wieczorek, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten für den Kreis Stormarn. „Erfreulich ist, dass sich der Stellenbestand und damit die Arbeitskräftenachfrage nach den Wintermonaten wieder etwas erholt zeigen. Jobsuchende haben wieder ein breiteres Angebot bei der Suche nach einer neuen Beschäftigung.“

Sozialversicherungspflichtige Stellen

Dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter sind im Februar 377 neue sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet worden. Damit sind aktuell insgesamt 2.072 sozialversicherungspflichtige Stellen im Kreis Stormarn zu besetzen, 102 oder 5,2 Prozent mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind dies sieben Stellen mehr (plus 0,3 Prozent). „Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitenden hat wieder angezogen und der Bestand an vakanten Stellen hat nach einem Rückgang über die Wintermonate wieder die Marke von 2.000 überschritten. Mit den aktuell gemeldeten 2.072 sozialversicherungspflichtigen Stellen ist dies die höchste Zahl vakanter Stellen seit Dezember 2024“, so die Agenturchefin. „Nach Branchen betrachtet findet sich im Bereich der Arbeitsnehmerüberlassung (plus 28 Stellen zum Vormonat), im Gesundheits- und Sozialwesen (ebenfalls plus 28), im verarbeitenden Gewerbe (plus 26), sowie im öffentlichen Dienst (plus acht) jeweils ein deutlicheres Stellenplus zum Vormonat.“

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung zeigt, wie viele Menschen insgesamt auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung sind. „Im Kreis Stormarn beträgt die Zahl der Unterbeschäftigten aktuell 7.851. Die Unterbeschäftigungsquote liegt aktuell bei 5,7 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkt über der des Vormonats. Im Februar des Vorjahres betrug sie 5,8 Prozent“, so Wieczorek.

Nicht als arbeitslos gezählt werden beispielsweise Teilnehmende an Weiterbildungsmaßnahmen und in Arbeitsgelegenheiten oder Arbeitsuchende, die derzeit arbeitsunfähig erkrankt sind, sowie geflüchtete Menschen, die einen Sprach- oder Integrationskurs oder eine der berufsvorbereitenden Maßnahmen der Arbeitsagentur oder des Jobcenters besuchen. Sie alle werden zusätzlich zu den arbeitslos gemeldeten Menschen in der Statistik zur Unterbeschäftigung erfasst, die die Agentur für Arbeit ebenfalls monatlich veröffentlicht.

 

Ausbildungssuche: Unterstützung der Berufsberatung nutzen

Viele Unternehmen im Kreis Stormarn brauchen und suchen Ausbildungs- und Fachkräftenachwuchs. Seit Herbst vergangenen Jahres haben sie der Arbeitsagentur bisher 1.012 Ausbildungsstellen gemeldet. Dies sind 38 oder 3,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

„Die Unternehmen in unserer Region suchen aktiv Nachwuchs, auch wenn die Zahl der insgesamt gemeldeten Ausbildungsstellen zu den Vorjahren leicht rückläufig ist. Sie sollten uns ihre Ausbildungsstellen melden, um den Jugendlichen vielfältige Perspektiven für ihren Berufsstart zu bieten. Auch vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung ist es wichtig, in den Ausbildungsaktivitäten nicht nachzulassen“, sagt Wieczorek.

An die Ausbildungssuchenden appelliert die Agenturchefin: „Nutzt jetzt die Angebote für den Berufsstart und die Unterstützung unserer Berufsberatung, um euch bei der Suche nach dem richtigen Ausbildungsberuf und Ausbildungsplatz helfen zu lassen.“

Kontakt zur Berufsberatung können Jugendliche auf mehreren Wegen aufnehmen, erklärt die Agenturchefin: „Unsere Berufsberaterinnen und Berufsberater sind an allen Schulen regelmäßig vor Ort und bieten dort Sprechstunden an. Daneben sind unsere Hotline 0 45 31 / 167 154 oder unsere eServices weitere Möglichkeiten, einen Termin mit ihnen zu vereinbaren.“

Über die eServices können sich Jugendliche unter www.arbeitsagentur.de/eservices => Ausbildung machen, studieren, beruflich weiterbilden => Persönliche Berufsberatung: online anmelden für eine Beratung anmelden.

 

 

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