Die Welt der Ahrensburger Rentierjäger Ein Vortrag von Svenja Furken

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Zu einem spannenden Vortrag über die Welt der Ahrensburger Rentierjäger laden das Stormarnsche Dorfmuseum und der Heimatbund Stormarn am Donnerstag, den 23. April 2026 um 19:00 Uhr in das Stormarnsche Dorfmuseum nach Hoisdorf ein. Svenja Furken wird über die Lebenswelt späteiszeitlichen Rentierjäger in Ahrensburg berichten.
Wo heute Züge im Minutentakt vorbeibrausen und tausende Pendler ungeduldig an den Schranken warten, befindet sich einer der bedeutendsten Fundorte altsteinzeitlicher Archäologie in Nordeuropa. Die Rede ist vom Ahrensburger Tunneltal, unweit des heutigen Bahnübergangs „Brauner Hirsch“. Dort lebten vor 12-14.000 Jahren eiszeitliche Rentierjäger, deren Kulturspuren in den 1930er Jahren durch Alfred Rust entdeckt wurden und Ahrensburg zum Namensgeber der „Ahrensburger Kultur“ machte.

Kein moderner Mensch (Homo sapiens) wagte sich jemals zuvor so weit in den Norden wie diese „ersten Ahrensburger“. Sie lebten in einer herausfordernden Umwelt mit rauem Klima, karger Vegetation und wilden Tieren. Ihre Kulturen sind gut dreimal so alt wie die Pyramiden von Gizeh oder Stonehenge. Spektakuläre Funde wie die ältesten Pfeile der Menschheitsgeschichte und der „Stab von Poggenwisch“ zeugen von Ihrer einstigen Existenz im Tunneltal.
Der Vortrag nimmt die Zuhörer  immer wieder mit auf Zeitreise in die Vergangenheit: Von den Gletschern, die einst das Tunneltal schufen, zu den späteiszeitlichen Rentierjägern bis hin zu ihrer Entdeckung in den 1930er Jahren. Steinzeitliche Werkzeuge und Jagdwaffen zum Anfassen und Ausprobieren aus dem Dorfmuseum veranschaulichen die einzigartige Lebensweise dieser ersten Ahrensburger.

Foto: Das Tunneltal (Michael Kukulenz)

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