Norderstedt, 15. April 2026 – Gemeinsames Forschungsprojekt der Landesmedienanstalten zeigt Ausmaß und Risiken von Familien-Accounts auf Social Media.
Auf Instagram, TikTok und Co. präsentieren viele Influencer:innen gern ihr scheinbar perfektes Familienleben. Davon profitieren die Influencer:innen selbst, wie auch die Werbewirtschaft und die Plattformen, die durch ihre Algorithmen maßgeblich bestimmen, welche Inhalte sichtbar werden, das alles jedoch auf Kosten der Kinder. Das belegt nun erstmals eine Untersuchung des Leibniz-Instituts für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut.

Rund 10.000 Einzelpostings von 359 verschiedenen deutschsprachigen Profilen auf Instagram, YouTube und TikTok wurden untersucht. Sie erreichten mehr als 109 Millionen Follower:innen. Ein Drittel der deutschen Influencer:innen zeigen Kinder in ihren Posts klar erkennbar. Statistisch gesehen erhalten Beiträge mit sehr jungen Kindern besonders viele Likes, dabei wird oftmals deren Privatsphäre missachtet.
Auftraggebende der Untersuchung sind die Bremische Landesmedienanstalt (brema, Projektleitung), die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb), die Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH), die Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) und die Landesanstalt für Medien NRW (LFM NRW).
Um für diese Problematik zu sensibilisieren und zum Schutz der Kinder beizutragen, haben die beteiligten Landesmedienanstalten auf Grundlage der Studie Handlungsempfehlungen entwickelt. Sie richten sich an die Influencer:innen selbst, aber auch an die Werbewirtschaft und geben Leitlinien, was diese Akteur:innen konkret tun können, um die Kinder im Netz zu schützen.
Den vollständigen Studienbericht „Darstellung von Babys und Kleinkindern in monetarisierten Social-Media-Profilen“ finden Sie hier.
Zu den Handlungsempfehlungen geht es hier.
















