Das Interesse am S4-Ausbau in Bargteheide bleibt ungebrochen. Mit rund 220 Gästen war die Informationsveranstaltung im Ganztagszentrum bis auf den letzten Platz besetzt. Bürgermeisterin Gabriele Hettwer zog eine positive Bilanz der Veranstaltung, die den Bürgerinnen und Bürgern einen detaillierten Einblick in die überarbeiteten Planungen bot. Errungenschaften in der Gleisplanung entlasten den Stadthaushalt deutlich.

In ihrer Eröffnungsrede hob Bürgermeisterin Hettwer die bisherigen Erfolge der Stadt in den Verhandlungen mit der DB InfraGO und der NAH.SH hervor. Durch die Entscheidung, die Gleisanlagen auf der Westseite des Bahnhofs zu konzentrieren, bleibt das historische Stellwerk unangetastet. Besonders erfreulich: „Durch diese planerische Lösung sparen wir als Stadt Eigeninvestitionen in Höhe von rund zehn bis zwölf Millionen Euro“, so Hettwer. „Das ist ein Meilenstein für unsere Finanzplanung, ohne dass wir Abstriche bei der Funktionalität machen müssen.“ Nach der anschaulichen Präsentation erfolgte ein konstruktiver Dialog zwischen den Zuschauenden und den Vertretenden der DB Infra Go und der NAH.SH. Ein besonderes Lob sprach die Bürgermeisterin den Vertretenden der DB InfraGO aus. Die neue Planung wurde durch moderne Visualisierungen für die Bürgerinnen und Bürger greifbar gemacht. „Die Präsentation der DB war hervorragend aufgearbeitet. Sie hat den Menschen in Bargteheide gezeigt, wie sich unser Bahnhofsbild modernisieren wird – von neuen Lärmschutzwänden bis hin zu den modernen Bahnsteigen“, erklärte die Bürgermeisterin.
Dies spiegelte sich auch in der Stimmung wider. Im Anschluss an den offiziellen Teil bedankten sich zahlreiche Teilnehmer bei der Stadtverwaltung und den Planern für das transparente und informative Format. Hausaufgaben für die Politik wurden aus dem Publikum formuliert. Ein RE-Halt und die Barrierefreiheit standen im Fokus. Trotz der Fortschritte wurde deutlich, dass die Stadt an zentralen Forderungen festhält. Die Bürgermeisterin betonte, dass die aktuelle Planung zwar viele Wünsche aufgenommen habe, aber Nachbesserungen nötig seien. Der Erhalt eines Regionalexpress-Halts (RE-Halt) sowie eine lückenlose Barrierefreiheit – insbesondere beim Übergang Richtung Bad Oldesloe sind hier die Schwerpunkte.
„Wir freuen uns über die bisherigen Zusagen, aber wir dürfen Bargteheide nicht vom schnellen Regionalverkehr abhängen. Die Fahrzeiten in die City müssen sinken statt steigen“, stellte Hettwer klar. Auch die geplante Lösung mit Faltrampen an Gleis 2 stieß auf Kritik. „Barrierefreiheit darf kein Provisorium sein. Wir fordern eine Lösung, die allen Bürgern – ob mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Fahrrad – einen komfortablen Zugang ermöglicht.“
Die Ergebnisse des Abends und die formulierten Nachbesserungswünsche fließen nun direkt in die politische Arbeit ein. Die überarbeiteten Pläne werden als Grundlage für die Beratungen im Ausschuss für Planung und Verkehr am 29. April 2026 dienen. Dort wird die Politik darüber entscheiden, wie die Forderungen der Stadt gegenüber dem Land und der Bahn weiter untermauert werden, um das Projekt S4 zu einem vollen Erfolg für Bargteheide zu machen.
Bilder der Visualisierung sind auf der Homepage der Stadt Bargteheide zu finden: https://www.bargteheide.de/index.php?object=tx,3489.6&ModID=7&FID=3489.48167.1
















