Marcell Jansen unterstützt Feuerwehr

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„Höchstleistung im Einsatz“ – warum der ehemalige Bundesliga-Profi und langjährige Fußballnationalspieler Feuerwehrleute als Spitzensportler sieht

Anlässlich der prominenten Unterstützung zur Kampagne „Respekt für Retter“ hat der ehemalige Bundesliga-Profi, HSV-Ikone und langjährige Fußballnationalspieler Marcell Jansen (zweimal WM-Dritter, gewann den DFB- und Ligapokal und wurde Deutscher Meister) erste Einblicke in die Arbeit der Feuerwehr bekommen. Begeistert von den Aufgaben der Einsatzkräfte möchte er sich als ehemaliger Spitzensportler für die körperliche, physische und psychische Fitness der Einsatzkräfte einsetzen. Er war auf Anhieb von der Vielfältigkeit der Feuerwehren überrascht und möchte die Einsatzkräfte als prominenter Spitzensportler gerne unterstützen. „Für mich sind die Einsatzkräfte die wahren Spitzensportler des Alltags“ ergänzt Jansen.

Timo Erbs (Atemschutzausbilder und Fachwart Bekleidung im Kreisfeuerwehrverband Stormarn) und Torben Gabrecht (Fachwart Feuerwehrsport und Fitness im Kreisfeuerwehrverband Stormarn) überreichen Marcell Jansen ein T-Shirt für Einsatzkräfte

Leistungssportler sind priviligiert. Als Profifußballer wurde Marcell Jansen über 10 Jahre lang von den besten Medizinern Deutschlands betreut. Doch genau genommen sind alle Leistungssportler: Ob in der Gastronomie, in der Montagehalle, hinter der Ladentheke oder auch als Einsatzkraft bei der Feuerwehr –  alle setzen ihren Körper täglich einseitiger Belastung aus. Und alle sind im Endeffekt von einem gesunden Körper abhängig. Feuerwehrleute müssen körperlich und mental fit sein, um ihre anspruchsvollen Aufgaben sicher und effektiv erfüllen zu können. Einsätze erfordern Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit, etwa beim Tragen schwerer Ausrüstung, beim Retten von Menschen oder beim Arbeiten unter extremen Bedingungen wie Hitze und Rauch -insbesondere unter Atemschutz-, sei es bei der Tragehilfe, beim Feuerlöschen oder bei Rettungseinsätzen. Gleichzeitig ist psychische Belastbarkeit wichtig, da Feuerwehrleute oft mit stressigen und emotional schwierigen Situationen konfrontiert sind. Regelmäßiges Training, richtige orthopädische Hilfsmittelversorgung, gesunde Ernährung und Teamarbeit tragen dazu bei, die notwendige Fitness und Einsatzbereitschaft zu erhalten.

Schon bei den ersten Planungen zu Gesundheitsaktionen für Feuerwehrleute in Schleswig-Holstein wie beispielsweise Gesundheitschecks, Messungen, Stressbewältigung und Sportangebote für Feuerwehrleute zusammen mit Stefan Jenke (Fachleiter Fitness im Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein) und Torben Gabrecht (Fachwart Feuerwehrsport und Fitness im Kreisfeuerwehrverband Stormarn) wurde klar, dass aktive Mitglieder einer Feuerwehr eine gewisse körperliche Grundfitness mitbringen müssen. Insbesondere Atemschutzgeräteträger/innen der Feuerwehr begeben sich in Gefahr, um andere zu retten. Damit sie dafür optimal vorbereitet sind, müssen sie neben einer jährlichen Unterweisung einmal im Jahr einen Durchlauf unter Einsatzbedingungen in einer speziellen Teststrecke bewältigen. Diese befindet sich in der Kreisfeuerwehrzentrale in Nütschau bei Bad Oldesloe. Der Durchlauf der Teststrecke -ähnlich wie ein Labyrinth in einem großen Käfig mit engen Hindernissen und zu lösenden Aufgaben- wird ergänzt um körperliche Tests auf dem Laufband, dem Stepper, Fahrrad-Ergometer, Arm-Ergometer sowie einer „Endlosleiter“ (Stufen laufen elektrisch wie am Fließband). Bei allen Atemschutzgeräteträger werden während der Prüfung die Körper- und Kreislaufwerte im Blick behalten.

Das dieser Personenkreis teilweise bis an seine körperlichen Grenzen im Einsatz geht, um Menschen, Tiere, Hab und Gut zu retten, konnte der ehemalige Fußball-Nationalspieler am eigenen Leib spüren, indem er sich in der Atemschutz-Übungs- und Ausbildungsstrecke selbst mit einem Atemschutzgerät ausgerüstet hat. „Es ist wahnsinnig schwer mit vollbepackter Ausrüstung körperliche Höchstleistungen zu erbringen. Daher möchte ich die Einsatzkräfte mit meinen Know-how unterstützen“ ergänzt er. Das hilft, Krankheiten vorzubeugen, die Leistungsfähigkeit zu erhalten und die Einsatzbereitschaft langfristig zu sichern.

 

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