Der Kreissportverband Stormarn fördert gemeinsam mit seinem Kooperationspartner, der Sparkasse Holstein und ihren Stiftungen, jedes Jahr fünf junge Talente aus der Region mit 1500 Euro (wir berichteten). In diesem Jahr gab es eine erfreuliche Sonderregelung: Obwohl sie das Mindestalter für eine Nominierung für die Talentförderung noch nicht erreicht hatte, wurden die herausragenden sportlichen Leistungen der erst zwölf Jahre alten Para-Schwimmerin Linnéa Mertens vom TSV Trittau mit einer zusätzlichen Sonderförderung in Höhe von 1500 Euro gewürdigt.
Das war allerdings noch nicht alles. Bei der feierlichen Übergabe der Zuwendung verkündete KSV-Geschäftsführerin Verena Lemm, dass der Stifter Uwe-Jens Kuck aus seiner UJOTKA-Behindertensport-Stiftung (eine Stiftung unter dem Dach der Bürger-Stiftung Stormarn) Linnéa mit weiteren 500 Euro unterstützt.
Ihre größten Erfolge feierte Linnéa, die hochgradig sehbehindert ist, vergangenes Jahr in Nürnberg bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften im Para-Schwimmen. In der Jugend C holte sie Gold im Brustschwimmen über 50 und 200 Meter, zudem sicherte sie sich drei Bronzemedaillen über 200 Meter Freistil, 100 Meter Lagen und 100 Meter Brust.
Der Start ins Jahr 2026 verlief ebenfalls vielversprechend: Bei den Internationalen offenen Süddeutschen Meisterschaften holte die Zwölfjährige in ihrer Altersklasse zweimal Gold sowie eine Silber- und zwei Bronzemedaillen. Als nächstes Highlight stehen die Internationalen Deutschen Meisterschaften in Berlin und der Jugend-Länder-Cup in Kiel auf dem Programm.

Bei Wettkämpfen immer an der Seite ihrer Tochter sind die Eltern Annika und Sascha Mertens. Als sogenannte „Tapper“ haben sie eine besondere Aufgabe: Kurz vor dem Erreichen des Beckenrandes tippen sie Linnéa mit einem langen Stab sanft auf den Kopf oder Rücken. So erkennt sie genau, wann sie die Wende einleiten muss.
Beim Para-Schwimmen werden die erzielten Schwimmzeiten mit Hilfe einer komplexen Formel, die sich nach dem Grad der körperlichen Einschränkung richtet, in Punkte umgerechnet. Aufgrund der gesammelten Punkte steht Linnéa zurzeit kurz vor dem Erreichen der Kadernorm für eine Berufung in die Nationalmannschaft.
















