Jonas Kirschner aus den Heinrich Sengelmann Kliniken als „Pfleger des Jahres 2026“ ausgezeichnet

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Große Anerkennung für die psychiatrische Pflege: Jonas Kirschner, Gesundheits- und Krankenpfleger in den Heinrich Sengelmann Kliniken in Bargfeld-Stegen, ist beim bundesweiten Award „Pfleger/Pflegerin des Jahres 2026“ mit dem zweiten Platz ausgezeichnet worden. Er arbeitet auf einer geschützten Station und begleitet dort Menschen in seelischen Not- und Krisensituationen mit hoher fachlicher Kompetenz und besonderer Menschlichkeit.
Preisträger Jonas Kirschner Platz 2 bei „Pfleger des Jahres 2026“ – verliehen am 9. Mai 2026 in Max Grundig Klinik.
v.l. Jonas Kirschner
Prof. Dr. Matthias R. Lemke, Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer der Heinrich Sengelmann Kliniken, betont die Bedeutung der Pflege in der psychiatrischen Versorgung: „Hier entsteht Beziehung, hier entsteht Vertrauen. Mitarbeitende wie Jonas Kirschner machen das jeden Tag erlebbar. Gerade in der psychiatrischen Versorgung zeigt sich, wie wichtig diese Form der Nähe und Stabilität für den Behandlungserfolg ist.“
 
Für Andrea Nielsen, Geschäftsführerin der Heinrich Sengelmann Kliniken, hat die Auszeichnung Signalwirkung: „Wir sind stolz, Jonas Kirschner in unserem Team zu haben. Was ihn auszeichnet, erleben unsere Patientinnen und Patienten jeden Tag: Er bleibt zugewandt, hört zu und gibt Sicherheit, gerade in schwierigen Situationen. Es sind genau diese Begegnungen, in denen Vertrauen entsteht und Menschen wieder Halt finden. Das zeigt, was Pflege wirklich bedeutet.“
 
Auszeichnung für gelebte Nähe und Professionalität
Der bundesweite Award „Pfleger/Pflegerin des Jahres“ wird von der Initiative „Herz & Mut“ vergeben und ist insgesamt mit 10.000 Euro dotiert, der zweite Platz mit 3.000 Euro. Seit zehn Jahren würdigt der Preis Pflegekräfte aus ganz Deutschland, die durch besondere Haltung, Engagement und Menschlichkeit auffallen. Eine Fachjury wählt die Preisträgerinnen und Preisträger aus rund 1.000 Nominierungen aus; vorgeschlagen werden Pflegekräfte von Angehörigen, Patientinnen und Patienten sowie Kolleginnen und Kollegen. Psychiatrische Pflege auf geschlossenen Stationen erhält selten öffentliche Aufmerksamkeit. Dabei entscheidet sich gerade hier, ob Isolation bleibt oder Vertrauen wachsen kann und ob Menschen Schritt für Schritt zurück ins Leben finden. Pflegekräfte leisten in diesem Umfeld hochprofessionelle Arbeit, die fachliche Kompetenz, Stabilität und menschliche Nähe gleichermaßen verlangt.
 
Haltung statt großer Gesten
Was Jonas Kirschner auszeichnet, sind keine spektakulären Gesten, sondern eine klare Haltung: Er bleibt, wenn andere auf Distanz gehen. Er spricht ruhig, wenn Situationen zu kippen drohen. Er setzt Grenzen, ohne zu entwürdigen – und schafft es, auch in schwierigen Momenten in Beziehung zu bleiben.
„Gerade in schwierigen Situationen entsteht oft der wichtigste Kontakt“, sagt Kirschner.
„Wenn Menschen merken, dass jemand bleibt und sie ernst nimmt, kann daraus wieder Vertrauen wachsen, gerade dann, wenn sie ihre eigene Erkrankung nicht einordnen können.“
Eine ehemalige Patientin beschreibt diese Erfahrung so: „Kurz nach der Geburt meines Sohnes fand ich mich aufgrund einer postpartalen Psychose nicht im herbeigesehnten Wochenbett wieder, sondern im Isolationsbereich auf einer geschlossenen Station. Getrennt von meinem Baby, mit vielen wüsten Gedanken im Kopf. Verzweifelt, eingeschlossen und weit weg von meinem eigentlichen Erleben. Und dort (…) begegneten mir unerwartet viel Menschlichkeit, Empathie, Vertrauen und sogar Lachen.“

Über den Preisträger: 
Der 38-jährige Jonas Kirschner, geboren in Gelsenkirchen, arbeitet seit vier Jahren in den Heinrich Sengelmann Kliniken in der Metropolregion Hamburg. Bereits während seiner Ausbildung kam er mit der Arbeit auf einer geschlossenen psychiatrischen Station in Kontakt und entschied sich bewusst für diesen Bereich. Parallel engagiert er sich als Deeskalationstrainer und schult Kolleginnen und Kollegen im professionellen Umgang mit herausfordernden Situationen. In den Heinrich Sengelmann Kliniken hat er das Arbeitsumfeld gefunden, das ihm wichtig ist: Hier steht der Mensch im Mittelpunkt – sowohl auf Seiten der Patientinnen und Patienten als auch der Mitarbeitenden. Die Kliniken entwickeln moderne pflegerische Konzepte gezielt weiter. Medienwände, Resilienzbetten oder spezielle Entspannungsräume tragen dazu bei, die psychiatrische Versorgung menschlicher und sicherer zu gestalten.

Hintergrund: Über die Heinrich Sengelmann Kliniken
Die Heinrich Sengelmann Kliniken in der Metropolregion Hamburg gehören zu den führenden Anbietenden im Bereich seelische Gesundheit in Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik. Sie behandeln Menschen mit seelischen Erkrankungen aus Hamburg, Schleswig-Holstein und überregional und sind Akademisches Lehrkrankenhaus der Medizinischen Fakultät der Universität Hamburg. Zum Verbund gehören das Heinrich Sengelmann Krankenhaus, die Klinik am Alsterlauf (Komfortklinik) sowie Tageskliniken und Ambulanzen in Ahrensburg, Bargteheide, Reinbek und Hamburg-Uhlenhorst. Das Behandlungsspektrum umfasst unter anderem affektive Störungen, Psychotherapie und Psychosomatik, Krisenintervention und Psychosen, seelische Erkrankungen im höheren Lebensalter sowie Suchtmedizin, ergänzt durch vielfältige Fachtherapien. Die Heinrich Sengelmann Kliniken gehören zu den medizinischen Einrichtungen der Evangelischen Stiftung Alsterdorf. Ihre Behandlungskultur ist geprägt von über 60 Jahren Erfahrung und einer klaren Orientierung an den Werten der Stiftung – mit einem besonderen Fokus auf die Wertschätzung jedes einzelnen Menschen.

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