Götz Aly in Bargteheide – Vortrag über Deutschland 1933-1945

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Einer der renommiertesten deutschen Forscher zum Nationalsozialismus kommt nach Bargteheide: Götz Aly ist am Sonnabend, 19. September, um 16 Uhr zu Gast im Kleinen Theater. In seinem Vortrag „Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933 bis 1945“ geht der Historiker einer Frage nach, die ihn seit Jahrzehnten umtreibt – und die gerade wieder an Brisanz gewinnt: Wie konnte innerhalb weniger Jahre aus einer vermeintlichen „Volksgemeinschaft“ eine „Verbrechensgemeinschaft“ werden?

Wer machte mit, wer profitierte, wer sah weg, wer leistete Widerstand? Welche Handlungsspielräume gab es? Und wie viel ahnten die Menschen von den Verbrechen, die in ihrem Namen begangen wurden?

Diese Fragen betreffen nicht nur die Geschichtswissenschaft. Sie werden gerade für viele sehr persönlich, wenn sie in den öffentlich zugänglichen NSDAP-Mitgliederkarteien auf die Namen ihrer Vorfahren stoßen. Was haben die damals getan – und warum?  

Götz Aly behandelt diese Fragen auf mehr als 700 Seiten seines aktuellen Buches „Wie konnte das geschehen. Deutschland 1933 bis 1945“, ohne einfache Antworten zu liefern. Er zeigt, wie eine Gesellschaft Schritt für Schritt in eine Diktatur und schließlich in ein System beispielloser Verbrechen geführt werden konnte.

Nach dem Vortrag übernimmt die junge Generation die Bühne: Schülerinnen und Schüler der Geschichtsprofile Bargteheider Schulen haben Fragen an Götz Aly vorbereitet. Dabei geht es ihnen nicht nur um die Vergangenheit. Es geht um ihre Zukunft. Was einmal geschah, kann wieder geschehen.

Die Geschichtswerkstatt Bargteheide e.V. und die Bargteheider Buchhandlung organisieren die Veranstaltung, unterstützt vom Demokratiefonds der Stadt. Der Eintritt ist frei.

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