Erfolgreicher Auftakt „Gemeinsam den Ganztag in Stormarn gestalten“ – Bildungskommune ermöglicht ein erstes kreisweites Netzwerktreffen

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Bad Oldesloe: Mit dem stufenweisen Inkrafttreten des Rechtsanspruchs auf ganztägige Förderung für Kinder im Grundschulalter ab dem diesjährigen Schuljahr gewinnt die gemeinsame Gestaltung gelingender Ganztagsstrukturen weiter an Bedeutung. Der Kreis Stormarn lud deshalb im Rahmen des Bundesprojektes Bildungskommune am 10. September 2026 zum ersten kreisweiten Netzwerktreffen in das Kreistagsgebäude in Bad Oldesloe ein.

Bildungskommune Stormarn bietet Austausch und Wissenstransfer

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Schule und Ganztag gemeinsam mit außerschulischen Partnern als ganzheitlicher Lern- und Lebensort für Kinder weiterentwickelt werden können. „Die Bildungskommune übernimmt hierbei eine vernetzende und koordinierende Rolle, um unterschiedliche Akteurinnen und Akteure im Kreis zusammenzubringen“, unterstreicht der Landrat des Kreises Stormarn Dr. Henning Görtz in seiner Begrüßungsrede.  Die Bildungskommune bietet einen Raum für fachlichen Austausch und unterstützt bei der Sichtbarmachung gemeinsamer Themen, wie Qualitätsvorstellungen und der Weiterentwicklung von Kooperationen mit Sport, Kultur, Jugendhilfe und Vereinen. Vor allem durch den Austausch vorhandener Erfahrungen und Kompetenzen, kann die Zusammenarbeit im Ganztag kreisweit weiterentwickelt werden, ist sich das Team der Bildungskommune sicher.

 

Vernetzung und Impulse aus der Praxis

Die inhaltlichen Schwerpunkte knüpften an die Bedarfe aus einer im Vorfeld durchgeführte Ganztagsumfrage unter den Ganztagsakteuren in Stormarn an. World Cafés boten die Möglichkeit, zentrale Fragestellungen aus unterschiedlichen Perspektiven zu diskutieren und mit den Erfahrungen der Teilnehmenden aus der Praxis zusammenzuführen. Anschließend wurden in fünf verschiedenen Workshops Themen vertieft. Dazu gehörten: „Kooperationen mit außerschulischen Partnern gestalten“, „Qualität im Ganztag“, „Qualifizierung für den Ganztag“, „Inklusion und Teilhabe im Ganztag“, „Partizipation von Kindern und Jugendlichen im Ganztag“. Als musikalischer Beitrag waren die Schülerinnen und Schüler aus der Ukulelen- und der Mandolinen-Gruppe des Ganztags der Grundschule Lütjensee für einen kleinen Auftritt eingeladen, der für einen tollen Ausklang des Netzwerktages sorgte und die Bedeutung von kreativen Ganztagsangeboten unterstrich. Zum Abschluss wurden Ergebnisse und nächste Schritte für eine weitere Zusammenarbeit zusammengetragen. Die Rückmeldungen der rund 100 Teilnehmenden zeigen deutlich, dass auch über die Veranstaltung hinaus ein großes Interesse am weiteren Austausch besteht: 93% der Befragten wünschen sich eine Fortführung des entstandenen Netzwerks und weitere gemeinsame Veranstaltungen. Passend dazu griff eine teilnehmende Person in der Evaluation ein Zitat der Schulrätinnen vom Beginn der Veranstaltung auf: „Nur mit einem WIR kann Ganztag gelingen!“

 

Schule und Ganztag gemeinsam denken

Mit der Veranstaltung rückt der Fokus der Bildungskommune auf Schule als einen ganzheitlichen Lern- und Lebensort – ein Ort an dem Kinder lernen, Gemeinschaft erleben, ihre Interessen und Stärken entwickeln und sich beteiligen können. Hierfür braucht es Zusammenarbeit und einen regelmäßigen Austausch über gemeinsame Ziele, Rahmenbedingungen und Qualitätsvorstellungen, sowie gelingende Beispiele aus der Praxis. Auch die Schulrätinnen Nicole Völschow und Nikola Fehlinger plädierten eingangs für eine verstärkte Zusammenarbeit innerhalb der Verantwortlichkeiten in Schule: „Vormittag und Nachmittag sind keine zwei Welten, die zufällig denselben Flur teilen. Der Brückenbau zwischen beiden ist kein freundliches Extra – er ist unser gesetzlicher Auftrag.“
Das Netzwerktreffen soll daher den Auftakt für einen längerfristigen kreisweiten Austausch der Ganztagsakteure in Stormarn bilden. Die gewonnenen Rückmeldungen und Ergebnisse werden nach Auswertung mit in die weitere Arbeit einfließen.

 

Das im Rahmen des Programms „Bildungskommunen“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) geförderte Projekt wird von der Regionalen Entwicklungsagentur für kommunales Bildungsmanagement REAB Nord begleitet.

 

Weitere Informationen zu der Veranstaltung sind zu finden unter: https://www.kreis-stormarn.de/kreis/fachbereiche/jugend-und-schule/stabsstelle-20/bildungskommune/aktuelle-veranstaltung.html

 

 

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