KREATIV. AKTIV. DABEI – Kultur und Kita praxisnah erleben

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Über 70 Teilnehmende waren beim KUKI-Zukunftslabor im Berufsbildungszentrum Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: In Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungszentrum (BBZ) ermöglicht die Bildungskommune Stormarn Raum für kulturelle Teilhabe von Anfang an. Das Besondere: Berufsschülerinnen und Schüler der Fachrichtung Sozialpädagogik (Erzieher / Erzieherin) konnten gemeinsam mit Kita- Leitungen und pädagogischem Fachpersonal aktiv Einblicke in Workshops Kultureller Bildung bekommen. „Das besondere Konzept hat uns direkt angesprochen, da wir unseren Schülerinnen und Schülern eine praxisnahe Ausbildung ermöglichen wollen und sie bereits früh mit Akteuren aus ihrem zukünftigen Arbeitsumfeld vernetzen möchten. Kulturelle Bildung bietet dabei besonderes Lernpotential, da die Selbstwirksamkeit der Teilnehmenden im Fokus steht,“ betont Kai Aagardt, Leiter des BBZ Bad Oldesloe.

Die Stärkung der frühkindlichen Kulturelle Bildung in Stormarn zu fördern und zukunftsfähig zu gestalten, wurde vom Stabsbereich Kultur initiiert und über die „Bildungskommune Stormarn“ weiterentwickelt. Das im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) aus ESF-Mitteln geförderte Projekt läuft noch bis 2028. Die Relevanz von Kultureller Bildung in dem Bereich bekräftigt auch die Kinderbeauftragte des Kreises Kerstin Hinsch; „Kultur lässt Kinder staunen, fühlen und wachsen. Gerade in der Kita braucht es Räume, in denen Kinder kreativ sein und Neues entdecken können. Genau das ermöglicht kulturelle Bildung in der Kita. Das KUKI-LAB verdient deshalb viel Aufmerksamkeit – weil starke Kinder solche Räume brauchen.“Kreative Ansätze für alle
Der Vormittag war geprägt von beteiligungsorientierten kreativen Methoden, eingeführt durch die Moderatorin und Kuratorin für künstlerische Prozesse Astrid Lembcke-Thiel. Die Stormarner Expertinnen für frühkindliche Kulturelle Bildung Dr. Caroline Heinemann und Jens Jakob de Place machten in ihrem dialogischen Impulsvortrag deutlich, welch großen Stellenwert die prozessorientierte kulturelle Bildung für die positive kindliche Entwicklung hat. Alain Missala, Gründer von ZULA Kids Verlag, plädierte eingangs für mehr kulturelle Vielfalt in der Kinderliteratur, um bereits in der Kita die Teilhabechancen von Kindern mit Migrationsgeschichte zu erhöhen.

Keine Langeweile durch eigenes Tun
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das gemeinsame Erleben von kreativen Methoden aus Tanz, Musik, Theater, Spiel und bildender Kunst für Kita- und Krippenkinder. Nach dem Experimentieren wurde reflektiert, welche Kompetenzen durch die kulturellen Ansätze bei den Kindern gestärkt werden.

„Mir hat besonders gefallen, dass wir selbst alles ausprobieren konnten. So kann ich mich besser in die Kinder hineinversetzen. Es wurde nie langweilig und alle waren sehr wertschätzend miteinander“, so ein Berufsschüler aus der angehenden Erzieherklasse im Resümee zu dem Tag.

Stormarner Kreativschaffende, die bereits Expertise im frühkindlichen Bereich mitbringen, haben die Workshops angeleitet. Mit dabei waren: Kai Fischer (Theater), Katharina Jacobsen (Tanz), Jens Jakob de Place (Theater, Spiel), Berenike Binder (Bildende Kunst), Daniel Duchert (Gestalten mit Lehm), Dr. Caroline Heinemann (Theater), Janina Baier (Musik).

Und wie geht es weiter?
Die Ergebnisse des „Kultur und Kita Praxis-Check“ fließen in die weitere Prozessentwicklung mit ein. Als nächstes ist im Frühjahr 2027 eine Qualitätswerkstatt geplant, denn alles was umgesetzt wird, soll wirksam sein.

Wer in der Gestaltung der frühkindlichen Kulturellen Bildung in Stormarn mitwirken möchte, ist herzlich eingeladen, sich zu beteiligen: bildungskommune@kreis-stormarn.de

Veranstaltungen werden auch über den Newsletter kommuniziert https://www.bildungsportal-stormarn.de/.

Weitere Informationen zum Projekt finden sich auf der Kreishomepage unter: www.kreis-stormarn.de/go/bildungskommune

Weitere Angebote der Kulturellen Bildung in Stormarn finden sich unter: www.kubi-stormarn.de

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