Kinderschutzbund Stormarn bietet Ausbildung für die Telefon- und Chatberatung ab Januar 2027 an
Manchmal hilft es schon, wenn jemand zuhört. Kinder, Jugendliche und Eltern wenden sich mit ganz unterschiedlichen Sorgen an die Nummer gegen Kummer. Damit Ratsuchende auch künftig ein offenes Ohr finden, sucht der Kinderschutzbund Stormarn engagierte Menschen, die sich ehrenamtlich in der Beratung einbringen möchten.

Das Kinder- und Jugendtelefon wird montags bis freitags von 14.00 bis 20.00 Uhr besetzt. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, sich online beraten zu lassen. Kinder und Jugendliche suchen beispielsweise Unterstützung bei Liebeskummer, Streit mit Eltern oder Freunden, Mobbing, Problemen im Internet oder in der Schule. Auch bei Ängsten, psychischen Belastungen, Essstörungen, Sucht oder Erfahrungen mit Missbrauch können sie sich an die Beratenden wenden.
Das Elterntelefon ist montags bis freitags von 9.00 bis 13.00 Uhr besetzt. Hier finden Eltern und andere Erziehende Unterstützung bei Erziehungsfragen, schulischen Schwierigkeiten, familiären Krisen und Überforderung. Die ehrenamtlich Beratenden hören einfühlsam zu, nehmen die Sorgen ernst und entwickeln gemeinsam mit den Anrufenden mögliche Lösungswege. Bei Bedarf informieren sie über weitere Hilfsangebote.
Gut zuhören kann man lernen
Wer sich ehrenamtlich engagieren möchte, sollte Verständnis für andere mitbringen, offen auf Menschen zugehen können und auch in schwierigen Situationen besonnen bleiben. Fachliche Vorkenntnisse sind nicht das Entscheidende: In einer rund 70-stündigen Ausbildung werden die künftigen Beratenden auf ihre Aufgabe vorbereitet. Sie lernen unter anderem Gesprächsführung und Konfliktbewältigung kennen und beschäftigen sich mit den Themen, die Ratsuchende bewegen. Auch die Reflexion eigener Erfahrungen und Einstellungen gehört zur Ausbildung.
Die nächste Ausbildungsrunde beginnt Ende Januar 2027. Erste Vorgespräche sind ab Mitte November 2026 vorgesehen. Nach der Ausbildung für die Telefonberatung besteht im Herbst 2027 außerdem die Möglichkeit, sich zusätzlich für die Chat-Beratung qualifizieren zu lassen. Die Ausbildungen sind kostenlos.
„Ein offenes Ohr, Verständnis und die Bereitschaft, sich auf andere Menschen einzulassen, können viel bewirken“, so Ulrike Glies. „Wir freuen uns über Menschen, die ihre Zeit schenken und Kinder, Jugendliche und Eltern in schwierigen Lebenssituationen unterstützen möchten.“















