Schleswig-Holstein beim Glasfaserausbau vorn

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Breitbandstrategie der Landesregierung geht auf

Beim Ausbau des Glasfasernetzes hat Schleswig-Holstein weiter zugelegt: Wie Wirtschaftsminister Reinhard Meyer beim 10. Breitbandforum in Neumünster sagte, könnten sich inzwischen 28 Prozent aller Haushalte im echten Norden ans Glasfasernetz anschließen lassen – drei Prozentpunkte mehr als noch im Herbst. „Damit bauen wir erneut unsere bundesweite Spitzenposition bei dieser Zukunftstechnologie aus. Und ich bin sicher, dass wir innerhalb der nächsten drei Jahre bereits eine Versorgungsquote von 50 Prozent haben und bis 2022 sogar zwei Drittel des Landes mit Glasfaser bedienen können“, sagte Meyer vor rund 250 Vertretern von Verbänden, Kommunen und Breitband-Firmen. Bundesweit liegt die Glasfaser-Versorgung derzeit bei sieben Prozent der anschließbaren Haushalte.

Reinhard Meyer und Martin Habersaat

20 Prozent der Haushalte haben inzwischen einen entsprechenden Anschluss gebucht. Martin Habersaat, Landtagsabgeordneter aus Reinbek und stellvertretender Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion: „Damit ist Schleswig-Holstein unter den Flächenländern Spitzenreiter. Das wäre nicht gegangen ohne das große Engagement von Unternehmen, Kommunen, Verbänden und Beratern. Aber auch nicht ohne die erfolgreiche Breitbandstrategie der Landesregierung.“ Die sieht unter anderem vor, bis 2020 alle Schulen im Land ans Glasfasernetz anzuschließen.

„Die Kommunen wollen das leistungsfähigste Kommunikationsnetz Deutschlands schaffen, auch im ländlichen Raum“, ergänzte Jörg Bülow, Landesgeschäftsführer des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetages für die kommunalen Landesverbände als Träger des Breitbandkompetenzzentrums. „Die enge Zusammenarbeit von Land, Kommunalverwaltungen, ehrenamtlichen Bürgermeistern, Stadtwerken und anderen privaten Unternehmen ist das Erfolgsrezept.“ Bülow betonte, der flächendeckende Glasfaserausbau sei die notwendige Basis auch für andere Techniken wie WLAN und die neueste Mobilfunkgeneration.

Weitere Maßnahmen der Breitbandstrategie:

  • Das Breitbandkompetenzzentrum Schleswig-Holstein (BKZSH) soll personell weiter ausgebaut werden, um die Aufgaben der Beratung und Koordination leisten und die Projekte zum Erfolg führen zu können.
  • Das Landesbackbone-Konzept, das auch im Zusammenhang mit dem Landesnetz Glasfaserlösungen für unversorgte Regionen schaffen soll. U.a. sollen alle Schulen im Land bis 2020 an das Glasfasernetz angeschlossen sein.
  • Die Förderpolitik soll geschärft werden, insbesondere durch ein intelligentes Konzept zur Versorgung der letzten fünf bis zehn Prozent der Haushalte.
  • Es soll ein Kommunikationskonzept zur Stimulierung der Nachfrage umgesetzt werden, damit sich mehr anschließbare Haushalte für einen Anschluss entscheiden.

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