Start Aktuell Zwei großartige Virtuosen in der Bargteheider Kirche

Zwei großartige Virtuosen in der Bargteheider Kirche

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Festliche Concerti des Barock

Bargteheide. Was war der letzte Herbst und Winter grau und nass, und wie sehr freuen sich alle an dem sonnigen Frühling, den Farben der Blüten und dem Zwitschern der Vögel? Und welche Musik kann diese Stimmung besser wiedergeben als die von Vivaldi in seinen „Vier Jahreszeiten“? Das zumindest möchten die Musiker und Musikerinnen beweisen, die den „Frühling“ und den „Sommer“ von Antonio Vivaldi am Sonntag, dem 27. Mai um 18.00 Uhr in der Bargteheider Kirche spielen werden. Diese beiden Stücke bilden den Abschluss des Konzertabends, der vorher mit großartigen Bach-Werken bezaubern wird.

Azadeh Maghsoodi Copyr Neda Navaee 2

Die Solisten des Abends werden Kantor Andis Paegle auf dem Cembalo und Azadeh Magsoodi auf der Violine sein, begleitet von einem kleinen Ensemble mit Instrumental-Solisten. Andis Paegle ist nicht nur Kirchenmusiker, sondern er hat auch ein Cembalo-Studium abgeschlossen bei Professor Hans-Jürgen Schnoor an der Musikhochschule Lübeck. Dort studierte auch die gebürtige Lübeckerin Azadah Magsoodi. Über sie fand kein geringere als Nigel Kenedy die überschwänglichen Worte: „Azadeh hat eine fantastische Technik. Aber sie hat auch diese Wahrhaftigkeit und Schönheit des Tons, die zeigt, was wirklich in der Musik steckt. So etwas ist sehr selten; nicht nur für einen jungen Menschen, sondern für jeden Musiker.“ Im Alter von fünfzehn Jahren spielte sie mit diesem berühmten Stargeiger Bachs Doppelkonzert beim Schleswig-Holstein Musik Festival und fand über Nacht internationale Beachtung. Viele Preise, Konzerte und eine internationale Karriere folgten.

An dem Sonntag wird Andis Paegle das Italienische Konzert für Cembalo (BWV 971) von Johann Sebastian Bach spielen, ein dreisätziges Werk für zweimanualiges Cembalo. In dem Werk hat Bach die ganze Bandbreite der Klangfarben eines Orchesters in ein Stück im Stil des italienischen Barock für dieses Solo-Instrument hineinkomponiert. Es stellt außerordentliche Ansprüche an die Interpretation und Virtuosität.

Das Cembalo, das an diesem Abend erklingt, aus dem Privatbesitz von Paegle ist ein vom Cembalobauer Cornelis Bom originalgetreu nachgebautes historisches Instrument aus dem 18. Jahrhundert. Die Vorlage ist ein flämisches doppelmanualiges Cembalo von Johann Daniel Dulcken, 1745 in Antwerpen gebaut. Das Original ist inzwischen in Amerika zu sehen im National Museum of American History in Washington D.C.

Des Weiteren erklingt in dem Konzert die c-Moll-Sonate von Johann Sebastian Bach für Violine und obligates Cembalo (BWV 1017), die vierte der sechs berühmten Sonaten, unbestrittene Spitzenwerke barocker Kammermusik. Bach hat in diesem Zyklus die Violin- und die Cembalostimme satz- und spieltechnisch vollkommen ebenbürtig behandelt – das macht den besonderen Zauber dieser Musik aus.

Und bevor dann Vivaldi den Konzertabend beschließt, werden alle Musiker gemeinsam das Konzert in d-Moll für Cembalo, Streicher und Basso continuo (BWV 1052) zum Besten geben. Es gilt als eines der größten und virtuosesten Cembalo-Konzerte, das Bach geschrieben hat.

Andis Paegle

Der Eintritt für das Konzert beträgt 10 Euro, ermäßigt 8 und 5 Euro. Karten gibt es in der Arkaden Buchhandlung, der Bargteheider Buchhandlung und in der Filiale der Sparkasse Holstein um einen Euro vergünstigt. Auch an der Abendkasse werden noch Karten zur Verfügung stehen.

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