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Fahrraddemo in Bargteheide

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Demonstration für ein für ein friedliches Miteinander auf Bargteheides Straßen

Gründe mit dem Fahrrad zu fahren gibt es viele: Umweltschutz durch weniger CO2 Ausstoß, mehr Fitness durch Bewegung an der frischen Luft, keine lästige Parkplatzsuche und am Ende wird auch noch der Geldbeutel geschont, da Benzinkosten entfallen. Allerdings werde einem die Freude am Fahrradfahren in Bargteheide, angesichts schlechter bzw. nicht vorhandener Radwege genommen, so die Initiatoren der Fahrraddemo Carsten Schröder, Peter Anklam und Jürgen Hentschke.

Auch würden sich viele Radfahrer sowie Autofahrer und Fußgänger nicht ausreichend mit geltendem Verkehrsrecht auskennen, woraufhin es häufig zu Streit und Pöbeleien käme. Zwar müssen Radler_innen auf einem Zebrastreifen entgegen weit verbreiterer Ansicht nicht absteigen, sie haben dort aber keinen Vorrang im Verkehr. Das ändert sich, wenn sie absteigen und das Rad schieben.

„Wir sind heute hier zusammen gekommen, um für ein friedliches Miteinander zu demonstrieren, “sagt Carsten Schröder. „Wenn alle Beteiligten mehr Rücksicht nehmen und auf Aggressivität und Rechthaberei verzichten, werden alle davon profitieren.“ Ebenso wichtig sei aber auch eine bessere Infrastruktur, die es allen Verkehrsteilnehmern erlaubt, sich gleichberechtigt fortzubewegen.

Rund 60 überzeugte Radfahrer trafen sich gestern Vormittag vor dem Bargteheider Rathaus, um für bessere Konditionen im Straßenverkehr zu demonstrieren.

Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht gesellte sich am Treffpunkt vor dem Rathaus zu den Teilnehmern und sagte einige Worte zur Begrüßung und sprach sich ausdrücklich für eine Verbesserung der Situation aus. Auch sie sei passionierte Fahrradfahrerin und sei, als sie in der Rathausstraße die Fahrbahn benutzte, auch schon angehupt worden. Allerdings müsse sie als Verwaltungschefin die Neutralität wahren und würde sich deshalb grundsätzlich nicht an Demonstrationen beteiligen. So radelte sie zwar nicht mit, hatte dafür aber einige gute Nachrichten im Gepäck: Die Verkehrsaufsicht des Kreises habe die Einrichtung von Schutzstreifen für Fahrradfahrer in den Straßen Jersbeker Straße, Alte Landstraße, Getriebebau-Nord-Straße und Rudolf-Diesel-Straße angeordnet.

Zuvor hatte die AG Radwege lange und eingehend über dieses Thema diskutiert, sich aber schließlich mehrheitlich für eine Umsetzung ausgesprochen. Diese könnte aber nun trotzdem noch etwas hinziehen: „Es gibt bundesweit leider nur eine Handvoll Firmen, die diese Art Straßenkennzeichnung vornehmen“, erklärt die Bürgermeisterin. „Und die haben gerade jetzt im Sommer viel zu tun.“

Der Bauhof habe den Auftrag erhalten, verdrehte oder beschädigte Richtungsschilder zu richten. Andere Schilder werden auf ihre Richtig- und Sinnhaftigkeit überprüft.

Einen aktuellen Radwegeplan für Bargteheide gibt es als Download auf bargteheide.de

oder als Flyer im Rathaus.

3 KOMMENTARE

  1. Es wäre wirklich schön, wenn sich durch diese Demo etwas bewegt. Allein die Beseitigung der von Herrn Niebuhr aufgezeigten Mängel wäre ein Riesenschritt. Warum der am Übergang Bachstr. als Radweg gekennzeichnete Weg kein Radweg sein soll und Radfahrer gezwungen werden auf der Strasse zu fahren erschließt sich mir nicht. Auf dem durch Buschwerk getrennten Weg ist man als Radfahrer definitiv deutlich sicherer unterwegs als auf der Straße.

    Sofern im Flyer der Stadt zu Auskünften auf den Verein namens ADFC, der einen kleinen Teil von Radfahrern vertritt, verweist, erlaube ich mir den Hinweis das von dort kommende Hinweise nicht rechtssicher sind.

  2. Den im Artikel verlinkten Radewegplan. Der im Ratsportal hinterlegte Radwegeplan ist ein anderer, aus 2010 und damit natürlich veraltet. Passt dann auch zum Zustand der vorhandenen Infrastruktur…..

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