Ein Hauch von Silicon Valley wird durch den Kieler Citti-Park wehen

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Aus Schleswig-Holstein sind 5 Teams im Finale der Software Challenge dabei – darunter ein Team vom Gymnasium Eckhorst aus Bargteheide

Insgesamt 41 Teams haben einen virtuellen Spieler für das Spiel Piranhas programmiert, das es auch als Brettspiel gibt. Die besten Acht sind beim diesjährigen Finale der Software-Challenge Germany dabei. Es findet am 5. Juni 2026 ab 14 Uhr im Kieler Citti-Park statt.

Jesko Martin und Kristian Görtz präsentieren ihr Spiel

Das Team aus der Klasse 10a des Gymnasium Eckhorst aus Bargteheide hat es ins Finale geschafft, hat in 30 Spieltagen in Spielen gegen die Teams anderer Schulen die „Champions League“-Phase sowie die Regionalphase auf dem zweiten Platz beendet. Kristian Görtz (16) und Jesko Martin (16) gehören zu den jüngsten Teilnehmern, die jemals für das Gymnasium Eckhorst an den Start gegangen sind. „Wir haben ungefähr 200 Stunden Zeit in die Programmierung gesteckt, damit unser Spieler dann eigenständig nach optimaler Strategie spielt“, erläutert Kristian.

Unter der Leitung von Heiko Rahf (2016 als erster Lehrer ausgezeichnet mit dem Best-Teacher-Award der Software Challenge) beteiligt sich die Schule seit 2007 an der Software Challenge. „In dieser Zeit konnten sich unsere Teams zehnmal für die jeweiligen Finale qualifizieren“, erläutert der Informatiklehrer, stellvertretender Schulleiter des Gymnasiums Eckhorst. Viele der teilnehmenden Schüler haben ein Stipendium erhalten und ihr Studium der (Wirtschafts-)Informatik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel erfolgreich abgeschlossen.

Einer davon ist der ehemalige Eckhorst-Schüler Kai-Oliver Prott, dessen Promotion demnächst abgeschlossen sein wird. Kai-Oliver hatte bereits mit Aufnahme des Studiums einen Hilfskraftvertrag bei der Software-Challenge Germany und hat einige Jahre lang teilnehmende Teams tatkräftig unterstützt.

Ins Finale haben es die folgenden Teams geschafft:

Klaus-Groth-Schule, Neumünster (2 Teams)

Gymnasium Eckhorst, Bargteheide
Humboldt-Schule Kiel

Goetheschule Wetzlar (Hessen)

St Josef Gymnasium Dingelstaedt (Thüringen)

Geschwister Scholl Gymnasium Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz)

Oberschule zum Dom, Lübeck (Enrichment-Kurs)

Die Teams werden bis zur letzten Minute daran arbeiten, ihren virtuellen Spieler zu verbessern, um am Ende mit dem Siegerpokal und €1.000,- für die eigene Schule nach Hause zu fahren.

Neben den Final-Partien wird es auch wieder eine Stipendien-Vergabe (1 Jahr 300 Euro im Monat) sowie die Übergabe von Geldpreisen geben. Und auch die Auszeichnung mit dem „Best-Teacher-Award“ steht auf dem Programm.

Traditionell wird es am Vormittag ein Programm mit Angeboten des Instituts für Informatik der CAU zu Kiel geben. Nach einem gemeinsamen Mittagessen treffen sich alle am Finalort wieder.

 

Was ist die Software-Challenge?

Professor Manfred Schimmler vom Institut für Informatik der Universität Kiel möchte Schüler motivieren, Informatik zu studieren, dabei die guten Programmierer ausdrücklich ermutigen.

In Zusammenarbeit mit den Gymnasien und Gesamtschulen aus ganz Deutschland sowie den unterstützenden Firmen soll in diesem Projekt der Informatik-Unterricht, in Kursen/AGs, in den gymnasialen Oberstufen in praxisbezogener Weise mitgestaltet und dadurch aufgewertet werden. Zudem stellt das Institut für Informatik für die Schulen aus Schleswig-Holstein, in denen Informatik Pflichtfach in der Sek I ist, mittlerweile Unterrichtsmaterial zur Verfügung. Gegenstand der Software-Challenge Germany ist ein Programmierwettbewerb, der während des gesamten Schuljahres läuft, und der den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bietet, mit Spaß und Spannung sowie mit kompetenter Begleitung, in die Welt der Informatik einzusteigen. Am Ende der Entwicklungsphase schickt jeder teilnehmende Kurs einen selbst programmierten Computerspieler für das Spiel in den Wettkampf. Dieser Wettkampf besteht zunächst aus einer kompletten Meisterschaft (unterteilt in Regionalligen sowie der Champions League-Phase) und dann aus einem Finale der 8 qualifizierten Programme (Final Eight). Als Preise winken neben zahlreichen Geldpreisen auch ausgelobte Stipendien für die besten Schülerinnen und Schüler. Dies ist nur möglich dank der Unterstützung von Sponsoren, wie der Prof. Dr. Werner Petersen-Stiftung.

Die Software-Challenge wurde 2004 in Schleswig-Holstein mit Unterstützung von b+m ins Leben gerufen und wird inzwischen bundesweit ausgetragen.

Weitere Informationen: www.software-challenge.de

 

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