Kinderschutzbund Stormarn startet kreisweite Spendenkampagne
Mit einem internen Kick-Off-Treffen im Kinderhaus Blauer Elefant in Bargteheide hat der Kinderschutzbund Stormarn am 20. Mai seine neue Spendenkampagne vorgestellt. Unter dem Slogan „Kinderschutz ist nie umsonst – und selten kostenlos“ möchte der Verein auf die Bedeutung seiner Arbeit und die oft unzureichende Finanzierung vieler Angebote aufmerksam machen.

Bild: DKSB
„Wir sehen aktuell einen steigenden Unterstützungsbedarf in den Familien“, sagt Inga Lehmann aus der erweiterten Geschäftsführung des Kinderschutzbundes Stormarn. „Im Vergleich zur Zeit vor Corona erleben wir mehr psychische Belastungen bei Kindern, heftigere Konflikte zwischen Eltern und eine deutlich schwierigere finanzielle Situation in vielen Familien. Da nicht alle unsere Angebote öffentlich refinanziert werden, sind wir zunehmend auf Spenden angewiesen.“
Mit der Kampagne möchte der Kinderschutzbund bis zu 100.000 Euro an Spenden sammeln. Geplant sind unterschiedliche Aktionen in vielen Regionen des Kreises Stormarn. Unterstützt wird die Kampagne von zwei bekannten Botschaftern: der Influencerin und Aktivistin Lena Jensen, die sich gegen sexuelle Gewalt engagiert, sowie dem Schauspieler Enrique Fiß, bekannt unter anderem aus der TV-Serie Großstadtrevier und aktiv im Einsatz gegen Männergewalt.
Der Kinderschutzbund sucht nun gezielt nach Kooperationspartnern und Unterstützern im Kreis Stormarn und freut sich über Ideen und Aktionen, die helfen können, Spenden zu sammeln.
Das Kampagnenmotiv zeigt ein Kind unter einem bunten Regenschirm. „Wir wollen einen Schutzschirm für Kinder aufspannen und sie nicht im Regen stehen lassen“, so Inga Lehmann. „Kinderschutz passiert nicht zufällig – er braucht Menschen, verlässliche Strukturen und ausreichende Ressourcen. Mit einer erfolgreichen Kampagne können wir unsere Angebote sichern und weiterhin in guter Qualität fortführen, damit Kinder in Stormarn gut geschützt aufwachsen können.“
Sorge bereitet dem Kinderschutzbund derzeit außerdem ein bekannt gewordenes Papier der Bundesregierung, das unter der Überschrift „Reformen“ über 8 Milliarden Euro bei der Kinder- und Jugendhilfe und der Eingliederungshilfe für Kinder mit Behinderungen einsparen soll. Der Bundesverband des Kinderschutzbundes hat sich in einer Resolution bereits deutlich dagegen ausgesprochen (s.u.). Sollten die Einsparungen umgesetzt werden, hätte das auch für Stormarn gravierende Folgen – bis hin zum Wegfall von Hilfsstrukturen, die über viele Jahre aufgebaut wurden.
Weitere Informationen:
Resolution des Kinderschutzbundes Bundesverbandes
https://kinderschutzbund.de/kinder-und-jugendliche-sind-keine-streichposten/
















