Inklusion – wie geht das?

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Was ist Inklusion und vor Allem, wie geht das? Dieser Frage gingen Eltern, Lehrer und an Inklusion interessierte Menschen am Samstag, 20.02.16 im Ganztagszentrum gemeinsam nach. Der Schulelternbeirat der Anne-Frank Schule Bargteheide hatte zu einem offenen Vortrag mit Professor Wocken und dem „InPrax“-Team eingeladen.

Stötefalke und Tietze-Gräfe
Stephanie Stötefalke und Professor Hans Wocken

Professor Hans Wocken, Professor em. der Erziehungswissenschaften an der Uni Hamburg, arbeitet seit 30 Jahren daran, Erkenntnisse rund um den Begriff Inklusion wissenschaftlich zu belegen und allgemein verständlich zu machen. So konnte er dem Publikum das komplizierte Thema anschaulich und kurzweilig
vermitteln. Er entwarf ein Bild der inklusiven Schule und daraus folgend der inklusiven Gesellschaft, das möglicherweise oft unterschwellig vorhandene Ängste von Eltern zerstreute. Fazit war: In einer inklusiven Gesellschaft muss man sich nicht unbedingt liebhaben, aber man muss lernen, sich zu tolerieren, zu respektieren und miteinander zu leben.
Julia Tietze-Gräfe und Stephanie Stötefalke bereicherten die Runde mit Schilderungen aus der Praxis in einer Grundschulklasse mit Kindern mit unterschiedlichstem Förderbedarf. Auch sie bestätigten, dass sie durchweg positive Erfahrungen gesammelt haben und inklusiven Unterricht bejahen, wenn die zur Verfügung stehenden Ressourcen stimmen.
Da sich Deutschland mit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention 2009 verpflichtet hat, die Rechte Behinderter bezüglich ihrer Teilhabe an der Gesellschaft zu achten und zu verwirklichen,
können sich die Staatsorgane nicht mehr darauf berufen, dass für die Umsetzung nicht genügend Geld zur Verfügung stehe. Vielmehr muss daran gearbeitet werden, gesellschaftliche Akzeptanz und praktische Umsetzung zu erreichen.

 

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