Auftrag zum Bürgerdialog

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Bargteheide – Es istschon ermutigend, dass das grüne Feindbild nicht mehr zu greifen scheint. Denn obwohl die oft als Öko-Fanatiker oder Dogmatiker abgestempelten Grünen Birte Kruse-Gobrecht als einzige Partei unterstützt haben, gewann sie die Wahl mit fast Zwei-Drittel-Mehrheit.  Vielleicht war es auch die späte Emanzipationsbewegung, die zu ihrem Wahlsieg beigetragen hat. Für viele Frauen war die Bekanntgabe des Wahlergebnisses im Ratssaal jedenfalls Grund zu großer Freude.

Birte Kruse-Gobrecht, Sohn Karl und Lebensgefährte Bernd Gundlach verfolgen die Wahlergebnisse im Ratssaal.
Birte Kruse-Gobrecht, Sohn Karl und Lebensgefährte Bernd Gundlach verfolgen die Wahlergebnisse im Ratssaal.

Es bweist auch eine zunehmend lockere Parteibindung der Wähler/innen, die weniger berechenbar ist als in früheren Zeiten. Für Überraschungen ist das jetzt immer gut. Selbst ein Ticket der stärksten Partei im Stadtparlament bietet da keine Sicherheit mehr.

Voraussichtlich am 1. September wird sie ihr Amt antreten. „Ich möchte meine Nachfolge als Gleichstellungsbeauftragte in der Kreisverwaltung noch einarbeiten“, sagt Kruse-Gobrecht. Sie sieht die Entscheidung der Wähler/innen-als Motivation für ihre künftige Arbeit. „Das ist ein klarer Auftrag für eine konstruktive Zusammenarbeit mit den Bürgern“, sagt sie.

Sie sei beeindruckt von dem Zuspruch, den sie während des sechswöchigen Wahlkampfs erhalten habe. Ein Wunsch nach Veränderungen sei deutlich geworden. Und sie sei als eine kompetente und parteiunabhängige Frau wahrgenommen worden.

49 Prozent Wahlbeteiligung scheinen nicht viel, sind für eine Bürgermeisterwahl aber respektabel. Amtsvorgänger Dr. Henning Görtz erreichte vor drei Jahren 57 Prozent der Wähler, zeitgleich aber mit der letzten Europawahl.  Und ohne Gegenkandidat/en/in.

1 KOMMENTAR

  1. Gleichstellungsbeauftragte in der Kreisverwaltung ? Dann ist die Gleichstellungsbeauftragte zuständig für die Bediensteten der Kreisverwaltung, richtig ?

    In Ihrer Bewerbung spricht die Bürgermeisterin aber immer von der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Stormarn. Das wären dann ja eigentlich erheblich mehr Menschen.

    Ist diese feine Unterschied eigentlich niemand aufgefallen. Gibt es vielleicht noch mehr solcher feiner Unterschiede die wir erst jetzt besprechen können.

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