Ergebnisse der Media Analyse 2017 Radio

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MA HSH veröffentlicht Daten für Hamburg und Schleswig-Holstein

 Norderstedt – Mit Erscheinen der Media Analyse (ma) 2017 Radio I stellt die Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH) die aktuellen Reichweitendaten zum Radiomarkt Hamburg und Schleswig-Holstein zur Verfügung.

Ungeachtet der anhaltenden Diskussion um die zukünftige Entwicklung des Radios ist die Nutzung des Hörfunks in Deutschland ungebrochen hoch. Die Ergebnisse der ma 2017 Radio I machen deutlich, dass der Hörfunk trotz erheblicher medialer Konkurrenz und immer vielfältigerer alternativer Audio-Angebote nach wie vor eine der reichweitenstärksten Mediengattungen ist. Als tagesbegleitendes Servicemedium mit einem hohen Reichweitenniveau erweist sich der Hörfunk immer noch als konstant attraktiver Werbeträger. Die Tagesreichweite des Mediums liegt an einem durchschnittlichen Arbeitstag (Montag – Freitag) aktuell bei 78,1 Prozent und damit nahezu konstant auf dem Wert der ma 2016 Radio II (78,7 Prozent). Die Dauer der Hörfunknutzung ist mit 189 Minuten im Vergleich zum Wert der ma 2016 Radio II (190 Minuten) fast gleich geblieben. Zum intermedialen Vergleich: Die tägliche Fernsehnutzung betrug im Jahr 2016 durchschnittlich 223 Minuten (Quelle: AGF). Die Verweildauer beim Hörfunk von 241 Minuten im Vergleich zur durchschnittlichen Verweildauer bei der Onlinenutzung von ca. 128 Minuten (Quelle: ARD/ZDF Onlinestudie 2016) bestätigt die fortgesetzt hohe Akzeptanz und Präsenz des Hörfunks in der Bevölkerung.

Gleichwohl lassen sich bei der Hörfunknutzung auch diesmal wieder regionale Unterschiede bei der Reichweite und Nutzungsintensität ausmachen. So liegt die Tagesreichweite (Montag – Freitag) des Mediums in Schleswig-Holstein bei 77,6 Prozent, in Hamburg dagegen nur bei 71,6 Prozent.

Auch bei der Hördauer sind Unterschiede erkennbar. So liegt die Hördauer in Schleswig-Holstein an einem normalen Arbeitstag mit 205 Minuten sogar deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt und ebenfalls dabei deutlich höher als im Ballungsraum Hamburg, wo sie 187 Minuten beträgt. Wie in den vergangenen Jahren fällt die Hördauer in Hamburg mit 173 Minuten unterdurchschnittlich aus.

Auch bei den verschiedenen Altersgruppen zeigen sich Differenzen in Reichweite und Nutzungsumfang. Beträgt die Tagesreichweite bei den 14- bis 29-Jährigen in Hamburg nur 56,7  Prozent, so liegt sie bei den über 50-Jährigen bei 81,7 Prozent. In Schleswig-Holstein dagegen liegt die Tagesreichweite bei den 14- bis 29-Jährigen bei 76,4  Prozent, bei den über 50-Jährigen bei 75,7 Prozent. Die höchste Tagesreichweite findet sich in Schleswig-Holstein mit 84,8 Prozent bei den 30- bis 49-Jährigen.

In Punkto Hördauer zeigt sich ein ähnliches Bild. Die 14 bis 29-Jährigen in Hamburg hören durchschnittlich 115 Minuten täglich Radio, die über 50-Jährigen dagegen 211 Minuten. In Schleswig-Holstein fällt die Relation mit 199 zu 210 weit weniger drastisch aus.

Trotz der deutlich erkennbaren regionalen Unterschiede und Schwankungen kann man insgesamt feststellen, dass sich auf den Radiomärkten Hamburg und Schleswig-Holstein keine substantiellen Veränderungen ergeben haben.

Basis der nachstehend veröffentlichten Zahlen der ma 2017 Radio I sind die Ergebnisse für die deutschsprachige Bevölkerung ab 10 Jahre. Den Tagesreichweiten und Marktanteilen liegen die von MEDIA-MICRO-CENSUS repräsentativ erhobenen aktuellen Daten zugrunde. Die nachfolgend dargestellten Tagesreichweiten und Marktanteile beziehen sich jeweils auf den Auswertungszeitraum Montag bis Freitag. Dieser Zeitraum berücksichtigt vor allem die habitualisierte Nutzung und bildet zugleich den vornehmlich werberelevanten Zeitraum ab.

Da sich die Verbreitungsräume der Hamburger und Schleswig-Holsteinischen Hörfunkprogramme im Ballungsraum Hamburg in erheblichem Maße überschneiden, wurden nicht nur die Daten für Hamburg und Schleswig-Holstein erhoben, sondern auch die Vergleichszahlen für den Ballungsraum Hamburg ausgewertet. Dem Ballungsraum Hamburg werden neben Hamburg die umliegenden Landkreise Herzogtum Lauenburg, Pinneberg, Segeberg, Stormarn, Harburg und Stade zugerechnet.

Wie bei den vorangegangenen Media Analysen wird auch bei der ma 2017 Radio I alsterradio GESAMT an Stelle von alsterradio 106!8 rock ’n pop ausgewiesen. alsterradio GESAMT umfasst das Programm 106!8 rock ’n pop und das zugehörige Programmfenster 917xfm.

Tagesreichweiten für den Auswertungszeitraum Montag bis Freitag

(in Klammern die Daten der ma 2016 Radio II)

Ergebnisse für Hamburg

Für Hamburg stellt sich die Entwicklung der Tagesreichweiten der privaten Hörfunkprogramme Hamburger Veranstalter im Einzelnen wie folgt dar: Radio Hamburg 21,0 Prozent (19,1 Prozent), ENERGY Hamburg 5,3 Prozent (6,4 Prozent), alsterradio GESAMT 4,8 Prozent (6,3 Prozent), HAMBURG ZWEI 4,1 Prozent (5,8 Prozent), Klassik Radio 3,7 Prozent (4,4 Prozent).

Die Programme der privaten Veranstalter aus Schleswig-Holstein erzielen in Hamburg folgende Tagesreichweiten: R.SH Radio Schleswig-Holstein 3,0 Prozent (2,9 Prozent), delta radio 1,9 Prozent (2,7 Prozent), Radio Bob! rockt SH 1,7 Prozent (1,7 Prozent).

Bei den Tagesreichweiten der Programme des NDR ergibt sich folgendes Bild: NDR 2 15,6  Prozent (14,5 Prozent), NDR 90,3 15,1 Prozent (13,3 Prozent), NDR Info 7,2 Prozent (8,5 Prozent), N-JOY 8,5 Prozent (8,1 Prozent), NDR Kultur 2,9 Prozent (3,0 Prozent).

Ergebnisse für Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein haben sich die Tagesreichweiten der privaten Hörfunkprogramme wie folgt entwickelt: R.SH Radio Schleswig-Holstein 27,6 Prozent (25,1 Prozent), delta radio 5,9 Prozent (6,9 Prozent), Radio Bob! rockt SH 4,4 Prozent (6,1 Prozent), Klassik Radio 2,7 Prozent (2,6 Prozent).

Die privaten Hörfunkprogramme Hamburger Veranstalter, die je nach technischer Reichweite unterschiedlich weit nach Schleswig-Holstein einstrahlen, erzielen dort folgende Tagesreichweiten: Radio Hamburg 7,8 Prozent (7,9 Prozent), alsterradio GESAMT 2,5 Prozent (2,5 Prozent), ENERGY Hamburg 1,2 Prozent (1,9 Prozent), HAMBURG ZWEI 0,6 Prozent (0,7 Prozent).

Bei den Tagesreichweiten der Programme des NDR ergibt sich folgende Verteilung: NDR 2 19,6 Prozent (21,1 Prozent), NDR 1 Welle Nord 15,2 Prozent (16,6 Prozent), N-JOY 11,4 Prozent (10,5 Prozent), NDR Info 5,8 Prozent (4,7 Prozent), NDR Kultur 2,4 Prozent (1,9 Prozent).

Ergebnisse für den Ballungsraum Hamburg

Im Ballungsraum Hamburg wurden für die privaten Hörfunkprogramme aus Hamburg folgende Tagesreichweiten ermittelt: Radio Hamburg 20,1 Prozent (20,6 Prozent), alsterradio GESAMT 5,1 Prozent (6,4 Prozent), ENERGY Hamburg 4,0 Prozent (5,5 Prozent), HAMBURG ZWEI 3,0 Prozent (3,9 Prozent), Klassik Radio 2,8 Prozent (3,2 Prozent).

Die Programme der privaten Veranstalter aus Schleswig-Holstein, die im Ballungsraum Hamburg empfangbar sind, erreichen dort folgende Tagesreichweiten: R.SH Radio Schleswig-Holstein 7,8 Prozent (8,4 Prozent), delta radio 3,1 Prozent (3,1 Prozent), Radio Bob! rockt SH 1,7 Prozent (2,8 Prozent).

Bei den Tagesreichweiten der Programme des NDR ergibt sich folgendes Bild: NDR 2 16,7 Prozent (18,1 Prozent), NDR 90,3 12,2 Prozent (11,4 Prozent), N-JOY 8,1 Prozent (8,1 Prozent), NDR Info 6,6 Prozent (6,8 Prozent), NDR 1 Welle Nord 2,5 Prozent (3,7 Prozent), NDR Kultur 2,9 Prozent (2,1 Prozent).

Marktanteile für den Auswertungszeitraum Montag bis Freitag

(auch hier in Klammern die Daten der ma 2016 Radio II)

Ein leicht verändertes Bild ergibt sich, wenn man die Verteilung der Marktanteile betrachtet, die den Anteil der Hördauer eines Senders an der Gesamthördauer von Radio angeben.

Ergebnisse für Hamburg

Die Marktanteile der privaten Hörfunkprogramme in Hamburg stellen sich im Einzelnen wie folgt dar: Radio Hamburg 21,3 Prozent (19,5 Prozent), HAMBURG ZWEI 7,5 Prozent (7,9 Prozent), alsterradio GESAMT 4,0 Prozent (4,8 Prozent), ENERGY Hamburg 2,0  Prozent (3,1 Prozent), Klassik Radio 2,9 Prozent (2,3 Prozent).

Die Programme der privaten Veranstalter aus Schleswig-Holstein erreichen in Hamburg folgende Marktanteile: R.SH Radio Schleswig-Holstein 2,2 Prozent (3,1 Prozent), delta radio 1,1 Prozent (2,0 Prozent), Radio Bob! rockt SH 2,7 Prozent (0,8 Prozent).

Für die Programme des NDR ergeben sich folgende Marktanteile: NDR 2 15,0 Prozent (14,1 Prozent), NDR 90,3 15,7 Prozent (12,8 Prozent), N-JOY 6,3 Prozent (6,6 Prozent), NDR Info 3,0 Prozent (4,7 Prozent), NDR Kultur 2,2 Prozent (2,5 Prozent).

Ergebnisse für Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein haben sich die Marktanteile der privaten Hörfunkprogramme wie folgt entwickelt: R.SH Radio Schleswig-Holstein 25,3 Prozent (21,0 Prozent), Radio Bob! rockt SH 2,4 Prozent (3,7 Prozent), delta radio 2,7 Prozent (3,2 Prozent), Klassik Radio 2,0 Prozent (1,8 Prozent).

Die Zahlen für die privaten Hörfunkprogramme Hamburger Veranstalter, die je nach technischer Reichweite unterschiedlich weit nach Schleswig-Holstein einstrahlen, lauten: Radio Hamburg 8,3 Prozent (7,3 Prozent), alsterradio GESAMT 1,6 Prozent (1,7 Prozent), ENERGY Hamburg 1,0 Prozent (1,6 Prozent), HAMBURG ZWEI 0,3 Prozent (0,3 Prozent).

Bei den Marktanteilen der Programme des NDR ergibt sich folgende Verteilung: NDR 1 Welle Nord 15,0 Prozent (19,0 Prozent), NDR 2 16,0 Prozent (16,3 Prozent), N-JOY 6,1 Prozent (5,8 Prozent), NDR Info 2,7 Prozent (2,4 Prozent), NDR Kultur 2,0 Prozent (1,4 Prozent).

Ergebnisse für den Ballungsraum Hamburg

Im Ballungsraum Hamburg erzielen die privaten Hörfunkprogramme aus Hamburg folgende Marktanteile: Radio Hamburg 19,4 Prozent (18,0 Prozent), alsterradio GESAMT 3,4 Prozent (4,2 Prozent), HAMBURG ZWEI 4,5 Prozent (4,2 Prozent), ENERGY Hamburg 1,9 Prozent (2,6 Prozent), Klassik Radio 2,0 Prozent (1,6 Prozent).

Für die Programme der privaten Veranstalter aus Schleswig-Holstein, die im Ballungsraum Hamburg empfangbar sind, ergibt sich folgende Verteilung: R.SH Radio Schleswig-Holstein 6,5 Prozent (6,3  Prozent), delta radio 1,3 Prozent (1,6 Prozent), Radio Bob! rockt SH 1,7 Prozent (1,3  Prozent).

Bei den Marktanteilen der Programme des NDR zeigt sich folgendes Bild: NDR 2 17,9  Prozent (19,2 Prozent), NDR 90,3 12,1 Prozent (11,6 Prozent), N-JOY 5,4 Prozent (5,4  Prozent), NDR Info 3,1 Prozent (4,5  Prozent), NDR 1 Welle Nord 3,2 Prozent (4,0  Prozent), NDR Kultur 2,6 Prozent (1,6  Prozent).

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