Start Aktuell Positive Bilanz zu den 17. Stormarner Kindertagen

Positive Bilanz zu den 17. Stormarner Kindertagen

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Von Ahrensburg bis Zarpen fanden vom 17. bis zum 29. September 118 Veranstaltungen in 28 Städten und Gemeinden des Kreises Stormarn statt. Veranstalter waren Kindertagesstätten, Schulen, Jugendeinrichtungen sowie andere Träger der Kinder- und Jugendhilfe im Kreis. Zudem gab es eine stattliche Anzahl von Veranstaltern aus anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens: u.a. die Feuerwehr Großhansdorf, das Kino in Bargteheide, der Tischtennisverein aus Ahrensburg und eine Naturführerin bereicherten das Angebot der diesjährigen Kindertage.

„Mit den 17. Stormarner Kindertagen haben wir unser Ziel, auf die Rechte von Kindern und Jugendlichen im Kreis Stormarn aufmerksam zu machen, wieder voll erreicht“, bilanziert Ingo Loeding, Geschäftsführer des Kinderschutzbundes in Stormarn. „Und uns freut sehr, dass wir unserem Motto ‚Kindheit auf dem Lande‘ gerecht werden konnten, denn viele Veranstaltungen fanden im ländlichen Bereich statt und gewährten einen Einblick auf die unmittelbaren Lebensumstände unser Kind in den Dörfern.“

Den Start machte das Sommerfest des Kreisjugendringes in Lütjensee am 17. September, das eine gelungene Mischung aus Spiel, Spaß und Information bot. Große und kleine Besucher konnten sich nebenbei zu den Kinderrechten informieren.

Das Thema Natur spielte die Hauptrolle beim Naturerlebnistag der Kreisjägerschaft Stormarn in Elmenhorst und bei der Führung „Naturerleben im Wald“ von Frauke Pöhlsen. Der große Zuspruch zu beiden Veranstaltungen hat gezeigt, dass Kinder begierig sind, mehr über die Natur und die Umgebung zu erfahren, in der sie leben. „Leider ist es nicht selbstverständlich, dass Kinder oft in die Natur gehen. Sie sitzen zu Hause häufig vor Fernseher oder Computer. Dabei ist es so wichtig, dass Kinder ihre Umgebung auch selbst erkunden können.“

„Kinder zeigen Kindern ihr Dorf“ war der Titel einer Ausflugsreihe im Kinderhaus Blauer Elefant Bargteheide. An vier Terminen besuchte jeweils eine Kindergruppe den Wohnort eines Kindes. So ging es nach Sattenfelde, Timmerhorn, Eichede und Bargfeld-Stegen. Dort wurde geschaut, was es in der Umgebung gibt und ob Spielplätze in der Nähe sind. Außerdem wurde über die unterschiedlichen Verkehrsmittel gesprochen, die den Kindern auf dem Land zur Verfügung stehen um in die Städte  und zur Schule zu kommen.

Einen Elternabend der anderen Art bot die Kindertagesstätte Lütje Lüüd an ihrem offenen „Mut-(Mit-)Mach-Elternabend“. Die Eltern lernten den besseren Umgang mit den speziellen Gefühlslagen ihrer Kinder und wie sich diese auf die Beziehung zu ihrem Kind auswirken. Ein besseres gegenseitiges Verstehen ist die Grundlage für eine gute Beziehung und respektvolles Verhalten der beste Garant für eine kindergerechte Erziehung.

Die Fähnchen-Aktion gegen Kinderarmut vor dem Ahrensburger Schloss am 20. September verwandelte den großen Rasen wieder in ein beeindruckendes blaues Fähnchen-Meer. Auch Schülerinnen und Schüler der Stormarnschule, der Selma-Lagerlöf-Schule und den Beruflichen Schulen Ahrensburg halfen mit beim Fähnchen-Stecken. In der Stormarnschule war Kinderarmut auch Thema des Unterrichts und die Kinder verfolgten interessiert das Pressegespräch zwischen dem Kinderschutzbund und den regionalen Pressevertretern.

Ingo Loeding freut sich besonders über das Engagement aller Beteiligten und den Einsatz für Kinderrechte in Stormarn. „Bundesweit sind wir die größte Veranstaltungsreihe zum Thema Kinderrechte“, hebt er hervor „und wir wollen das auch bleiben. Die Themen sind immer wieder andere, aber unser wichtigstes Ziel bleibt immer gleich: das Leben von Kindern zu verbessern und die Welt noch kinderfreundlicher und kindergerechter zu machen.“

Ganz speziell für unseren Kreis Stormarn gilt es aber auch – das ist während der Kindertage deutlich geworden, dass die Kinder auf dem Dorf und in ländlichen Gebieten gegenüber den Kindern im kleinstädtischen Bezug auf Hilfsangebote und auch auf Freizeit- und Bildungsangebote deutlich benachteiligt sind: lange Anfahrtswege und schlechte Verbindungen im ÖPNV sind Hürden, um Bildungs- und Freizeitangebote und Hilfen in Anspruch nehmen zu können. Dieses Thema muss zukünftig mehr auf die Agenda von Politik und Verwaltung, um hier eine größere Chancengerechtigkeit für unsere „Landkinder“ zu erreichen.

 

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