Schnelles Internet jetzt auch im Bargteheider Norden

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Bargteheide – Langsam senkt ein Tele-Kran das Gebäude auf seine Position ab. Etwa 15 Tonnen wiegt der Kubus mit drei Metern Seitenlänge, der zum zweiten Knotenpunkt des Glasfasernetzes in Bargteheide werden soll. Noch ist dieser so genannte point of presence eine leere Betonhülle, das wird sich aber voraussichtlich bald ändern. Von hier aus können bis zu 4000 Kunden mit schnellem Internet über Glasfaserkabel versorgt werden. Auch Fernsehsignale über das bundesweite Glasfasernetz werden hier eingespeist und die Telefonleitungen der zukünftigen Endkunden werden hier gebündelt.

Damit rückt nach dem Osten der Stadt auch der Norden in den Glasfaserfokus. Im Auftrag der Bargteheider Stadtwerke verlegt die VS Media der Vereinigten Stadtwerke ein weiteres Kabel bis zum Knotenpunkt am Ende des Erich-Kästner-Wegs. Von hier aus wird das Stadtgebiet zwischen Fischbeker Weg, Stormarner Straße und der Bahnlinie versorgt. Wenn eine Mindestanschlussquote von 35 Prozent der Haushalte erreicht wird. Bisher haben sich 25,2 Prozent der 1342 Haushalte im Ausbaugebiet für einen Anschluss entschieden. Wenn die Quote erreicht ist beginnt die Bauplanung. Es fehlen noch 130 Anschlüsse im vierten Bauabschnitt.

Die Vertragsabschlussphase wurde bereits verlängert. Wer sich jetzt mindestens für einen Telefonanschluss über Glasfaser entscheidet, spart die 800 Euro, die ein späterer Anschluss kosten wird. Noch laufende Verträge spielen dabei keine Rolle. Bauleiter Wolfgang Babel ist optimistisch, dass die Quote erreicht wird: „Anfang kommenden Jahres ist Baubeginn, Ende 2019 ist alles fertig.“

Über das Glasfasernetz werden Übertragungsraten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde bis ins Haus möglich, sowohl im Download wie im Upload. Es ist bereits der 56. Knotenpunkt der VS Media, die zurzeit bereits über 30 000 Kunden in Stormarn und im Nachbarkreis Lauenburg versorgt.

Das Versorgungskabelverläuft von Fischbek aus parallel zur Bahnlinie. Ringförmig sollen dann die weiteren Stadtgebiete versorgt werden, die Innenstadt folgt zum Schluss. Denn hier ist das bestehende DSL-System vergleichsweise noch am leistungsstärksten, die Übertragungsraten sinken mit der Entfernung vom Stadtzentrum deutlich.

Mitglieder des Aufsichtsrats der Bargteheider Stadtwerke verfolgten die Installation des künftigen Knotenpunkts: Mathias Steinbuck, Marion Luig-Wölffel, Bettina Mladenic (VS Media), Cornelia Harmuth, Dr. Ruth Kastner, Jürgen Weingärtner und Thomas Fischer mit Bauleiter Wolfgang Babel (v. l.).
Die Vereinigten Stadtwerke haben auch die Ausschreibung der Strom- und Gasnetze gewonnen. Die Verträge wurden vom Aufsichtsrat unterzeichnet.

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