„Nein zu Gewalt an Frauen“

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Die hauptamtlichen Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Stormarn informieren über gemeinsame Veranstaltungen rund um den 25. November 2018 dem internationalen Tag: „Nein zu Gewalt an Frauen“

Die Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Stormarn, die Frauenfacheinrichtungen und das Projekt ‚ KIK Stormarn – Netzwerk bei häuslicher Gewalt’ konnten auch in diesem Jahr die ‚Bäcker-Innung Holstein – Stormarn’ als Kooperationspartnerin für Veranstaltungen rund um den 25. November, dem Internationalen Tag „Nein zu Gewalt an Frauen“  gewinnen.  Aktionen, die anlässlich dieses Antigewalttages stattfinden, stehen unter dem Motto „Gewalt kommt nicht in die Tüte“. Diese Kampagne findet bereits zum 15. Mal im Kreis Stormarn statt.

Sie haben zum Thema Gewalt gegen Frauen gearbeitet und stellen im Rathaus aus: Kathrin Geschke, Judith Muras-Tan, Lucia, Marilyn, Vanessa, Tanja Braun-Schnier (vorn v. l.), Milena Clar Siri, Jasper, Sif, Karl und Leona.

In diesem Jahr hat Frau Dr. Sabine Sütterlin-Waack, Ministerin für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung, die Schirmfrauschaft übernommen.

Insgesamt beteiligen sich in Schleswig-Holstein in diesem Jahr 50 Bäckereibetriebe, die Mitglied im Landesinnungsverband Schleswig-Holstein sind. In ihren zahlreichen Filialen setzen die Betriebe gut 320.000 Brötchentüten zum Einpacken der Backwaren ein.

Hilfsangebote für von Gewalt betroffene Frauen und deren Kinder sind notwendig. Dies belegen auch die Fallzahlen der Frauenfachberatungsstellen und die Auskünfte der Polizei im Kreis Stormarn.

  • Im Jahr 2017 übermittelte die Polizei kreisweit 82 Fälle häuslicher Gewalt an die Frauenberatungsstellen von Frauen helfen Frauen e.V., in 26 Fällen war eine polizeiliche Wegweisung des Täters ausgesprochen worden. Weitere 30 Frauen meldeten sich selbständig wegen häuslicher Gewalt in der Frauenberatungsstelle.
  • Das Frauenhaus bot im Jahr 2017 Schutz und Wohnmöglichkeit für 52 Frauen und 48 Kinder. Viele weitere Anfragen mussten an andere Frauenhäuser im Land vermittelt werden. Diese Zahlen bilden nur das Hellfeld ab, also die bekannt gewordenen Fälle. Es ist davon auszugehen, dass die Anzahl der Betroffenen deutlich höher ist, denn nur Wenige rufen die Polizei zur Hilfe bzw. suchen von sich aus Hilfe.
  • Auf den Tüten befindet sich die Telefonnummer der bundesweiten Hilfetelefons GEWALT GEGEN FRAUEN: 0 8000 116 016. Das kostenlose Hilfetelefon ist 365 Tage im Jahr rund um die Uhr erreichbar. Es bietet Betroffenen erstmals die Möglichkeit, sich zu jeder Zeit anonym, kompetent und sicher beraten zu lassen. Ob Gewalt in Ehe oder Partnerschaft, sexuelle Übergriffe oder Vergewaltigung sowie Stalking, Zwangsprostitution oder Genitalverstümmelung – Beraterinnen stehen hilfesuchenden Frauen zu allen Formen der Gewalt vertraulich zur Seite und leiten sie auf Wunsch an die passende Unterstützungseinrichtung vor Ort weiter.
  • Die Hilfeangebote bei häuslicher Gewalt und weitere Informationen zum Thema sind auch in der Broschüre „Nur Mut-Handlungsmöglichkeiten in Gewaltbeziehungen“ zusammengestellt. Die Broschüre steht im Internet unter www.schleswig-holstein.de zum Herunterladen bereit. Die Broschüre steht dort in deutscher, türkischer, russischer, englischer, französischer und arabischer Sprache zur Verfügung.

Rund um den 25. November 2018 planen die hauptamtlichen Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Stormarn mit ihren Kooperationspartner/innen in vielen Städten und Gemeinden Informationsstände und Veranstaltungen, die in der Anlage „Gesamtübersicht 2018“ aufgelistet sind.
Frauen helfen Frauen Stormarn e.V.
Toure‘ von Bündnis 90/Die Grünen. Ebenfalls werden Frauen helfen Frauen ihre Arbeit vorstellen und über Wege aus der Gewalt informieren.

Freitag, 23.11.18 19 Uhr
Eröffnung der Fotoaktion „Gewaltfrei leben in Bargteheide“: Grußwort der Bürgermeisterin Frau Kruse-Gobrecht, Vortrag der Philologin und Landtagsabgeordneten Aminata
Ratssaal / Rathaus Gleichstellungsbeauftragte Stadt Bargteheide

Zum Hintergrund:

Alljährlich am 25. November findet der von den Vereinten Nationen deklarierte Internationale Tag zur Beseitigung jeder Form von Gewalt gegen Frauen statt. Hintergrund für die Entstehung des Aktionstags war die Verschleppung, Vergewaltigung und Ermordung von drei Frauen im Jahr 1960 in der Dominikanischen Republik durch Soldaten des ehemaligen Diktators Trujillo. Seit dem 25. November 1981 wird weltweit durch Aktionen, Veranstaltungen und Tagungen von Frauenprojekten und Initiativen, aber auch von staatlicher Seite zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Kinder aufgerufen.

 

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