Neuer Kunstautomat am Rathaus

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Bargteheide – Kleine Kunstwerke gibt es jetzt in einem Automaten am Altbau des Rathauses in Bargteheide. Für 4 Euro in bar können sie gezogen werden. In den sechs Schächten befinden sich je zwei Werke aus dem Kunstunterricht am Kopernikus-Gymnasium, vom Bargteheider Kunstkreis und von überregional tätigen Künstlern. Das Projekt soll ein Beitrag zum 50-jährigen Stadtjubiläum in diesem Jahr sein. Die eigentlichen Feiern dazu werden aufs kommende Jahr verschoben.

Daniela Nährig und die Bürgermeisterin stellten das Kunstprojekt heute vor

Die Idee stammt von der Kunstlehrerin Daniella Nährig, ist aber nicht ganz neu. Denn es gibt bereits etwa 230 solcher Kunstautomaten in Deutschland. „Wir möchten neue Zugänge zur Kunst erreichen und  mit sozialen Zwecken verbinden.“ Deshalb werden die Erlöse für die Schülerarbeiten an den Tansania-Förderverein der Schule gespendet. Für die überegionalen Arbeiten gehen je 1 Euro an die Künstler, für Verpackung und Wartung sowie für Steuern.

In den Packungen von Zigarettenschachtelgröße finden sich Collagen, Aquarelle, kleine Plastiken oder Malerei. Im Kunstkreis haben Tom Stellmacher und Lucia Schoop dafür Werke gestaltet. Für den Nachschub sorgt Lars Kaiser, Projektleiter für Kunstautomaten im Kunst- und Kreativhaus Potsdam.  Es sorgt auch für die kostenlose Aufstellung und Wartung der Automaten. In den Schachteln finden sich auch Texte über die Künstler und ihre E-Mail-Adressen. „Wer ihnen schreibt, ehält auch eine Antwort“, verspricht Kaiser.

Die Schülerarbeiten entstanden im 5. 7. 9. Und 11. Jahrgang des Gymnasiums. „Nachschub gibt es genug“, sagt Daniela Nährig, „die Schüler haben Blut geleckt.“ Über 100 Arbeiten liegen bereits vor. „Die Arbeit war eine gute Möglichkeit, sich in Corona-Zeiten abzulenken und neue Techniken auszuprobieren“, sagt Lena aus der neunten Klasse.

Kultur sei ein wichtiger Teil des gesellschaftlichen Zusammenwirkens, so Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht. „Die Schüler*innen haben wertvolle Anregungen dazu geliefert.“

Lars Kaiser, Daniela Nährig und Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht

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