Jahrbuch für Stormarn 2022

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Der Heimatbund Stormarn stellt das Jahrbuch 2022 vor
Der 40. Jahrgang des Jahrbuches für den Kreis Stormarn enthält wieder zahlreiche Beiträge zur Geschichte, zur Natur und Kultur in Stormarn. Herausgeber dieser Publikation ist der Heimatbund
Stormarn – ein Schwerpunkt seiner ansonsten über das ganze Jahr verteilten Aktivitäten.


Die Pflege der niederdeutschen Sprache ist dem Heimatbund seit vielen Jahren ein besonderes Anliegen. In diesem Jahrbuch steht am Anfang in dieser Sprache ein Beitrag von Dieter Staacken mit weihnachtlichem Bezug. Von dem kürzlich verstorbenen Mitglied des Heimatbundes Horst Wernecke stammt die Erzählung De Immenvadder, von Christa Heise-Batt die Erzählung En Spoor
über eine alte Lehrerin, die drei Generationen unterrichtet hat und in deren Erinnerung weiterlebt.
In diesem Jahrbuch sind mehrfach Artikel zu einzelnen Personen aufgenommen: Über den Großvater von Ernst Barlach, den Pastor Gottlieb Ernst Barlach in Bargteheide, berichtet Bettina Albrod. Ebenso stammt der Aufsatz über Enno Glantz und den Erdbeerhof in Delingsdorf aus ihrer Feder. Bernd Reher erzählt aus dem Leben der unehelichen Tochter Carolina Friederica von Graf Carl von Schimmelmann, die den Altonaer Zimmermann Johann Friedrich Grünberg heiratete und mit ihm nach Australien auswanderte.
Margret Arends, eine Tochter des Trittauer Amtsrichters, heiratete 1931 in Hamburg den Kaufmann Julius Wiener. Als Jude musste er ab 1938 schwere Eingriffe in sein Beruf- und Familienleben hinnehmen. Eine Auswanderung nach England scheiterte, in Jugoslawien verübte das Ehepaar nach dem Einmarsch der Wehrmacht im Jahr 1941 Selbstmord. Ihr Leben und das ihrer großen Verwandtschaft wurden von Sabine Paap und Detlev Ziemann erforscht und dann aufgezeichnet.
Die zum Kreisjubiläum 2017 begonnene Serie über Kunst in Stormarn wird von Johannes Spallek mit einem Beitrag über das Leben und Werk von dem Maler und Professor Harald Duwe aus
Großensee fortgesetzt. Die Entstehung des Glasgemäldes im Chorraum der Großhansdorfer Kirche beschreibt Joachim Wergin. Er hat auch den Nachruf auf den im Juni dieses Jahres verstorbenen Künstler Siegfried Assmann verfasst.
Über die Planung einer großen Landesfestung Ende des 18. Jahrhunderts im Travetal zwischen Tralau und Nütschau, über die sich Pläne in Kopenhagen erhalten haben, schreibt Burkhard von Hennigs. Axel Lohr berichtet über das Gut Stegen von 18. bis zum 20. Jahrhundert – der zweite Teil ist in diesem Jahrbuch abgedruckt. Die Serie über die Wüstungen in Stormarn von Günther Bock wird mit den Kirchspielen Hamberge, Klein Wesenberg, Genin und Schonenborne fortgesetzt.
Zwei Beiträge gibt es zum Naturschutz: Über die einst zahlreichen Hohen Primeln oder Schlüsselblumen im Jersbeker Gutspark berichtet Hans-Helmuth Poppendieck. Die Besonderheiten des Naturschutzgebietes Moorgebiet Kranika in Lütjensee erläutert Helmuth Peets.
Noch ist die Corona-Krise nicht überwunden – wieder mussten etliche geplante Veranstaltungen des Heimatbundes im laufenden Jahr leider abgesagt werden. Helmuth Peets führt sie in seinem Jahresbericht auf. In diesem Jahr ist Bettina Albrod neu in die Redaktion eingestiegen. Helmuth  Peets dankte für ihre Unterstützung.
Abschließend dankte er den 19 Autorinnen und Autoren für ihre ehrenamtlich geleistete Mitarbeit, ebenso den Redakteuren des Jahrbuches und dem Verleger Richard Krumm für ihre vielfältige
Arbeit. Die Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn unterstützte das Jahrbuch wieder mit einer finanziellen Zuwendung.
Das neue Jahrbuch umfasst in diesem Jahr 224 Seiten; es kostet 15,– € und ist ab sofort in den Stormarner Buchhandlungen erhältlich.

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