Villa Hemsen – Sanierungskosten voraussichtlich 970 000 Euro

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Bargteheide – Noch ist nichts über die Zukunft der „Villa Wacker“ im Bachstraßenpark entschieden. Allerdings stehen jetzt die Kosten für eine Sanierung des Gebäudes grob fest. Diese Kosten schätzt Gutachter Rüdiger Solvie mit seiner Bauzustandsanalyse jetzt auf 970 000 Euro. „Das würde eine reine Instandsetzung kosten“, sagte der Architekt im Bargteheider Bauausschuss. Eine angemessene energetische Sanierung sei darin noch nicht inbegriffen. Problem ist auch, dass sowohl das Gebäude wie der Landhausgarten seit einem Jahr unter Denkmalsschutz stehen. Die zuständige Behörde muss deshalb jeder baulichen Veränderung zustimmen.

Das Dach sei marode,Kellerfenster hätten Trockenfäule und die Kellertreppe vom Holzwurm befallen. Sanitäranlagen, Heizung und Elektrik müssten erneuert werden. Im Kellerfundament gebe es starke Durchfeuchtungen, diese Feuchtigkeit stiege auch im Mauerwerk auf. Die Kellerwände müssten deshalb von außen abgedichtet werden. Eine Luft-Wärmepumpe könne das Gebäude nur in den Übergangszeiten beheizen. „Bei stärkerem Frost muss eine fossile Heizung dazukommen“, so Solvie. Die einfachverglasten Fenster ließen viel Energie durch. Zudem seien sie zurzeit verschraubt. „Das war eine Sicherungsmaßnahme nach der Besetzung des Hauses“, sagte Bürgermeisterin Gabriele Hettwer.  Fehlende Fluchtwege schränken die Nutzbarkeit der Immobilie ein. Eine Nutzung des Dachgeschosses für Wohnzwecke sei auch deshalb nicht zulässig, so Solvie. Am ehesten denkbar sei eine Wohnungsnutzung in Erd- und Obergeschoss. Bis zu vier kleinere Wohnungen für Asylbewerber könnten bei einer Sanierung entstehen. Der Brandschutz ist auch weiterhin ein wesentliches Problem. Auch deshalb ist das Dachgeschoss nicht für den Aufenthalt von Menschen geeignet. Auch die denkmalgeschützte Treppe aus Holz müsste zumindest besser gesichert werden.Der Gutachter empfiehlt den Abriss der nicht unter Denkmalschutz stehenden Anbauten. Das wäre insbesondere die ehemalige Arztpraxis im Süden. Und das Potenzial des Grundstücks sollte mit weiteren Wohnungsbauten genutzt werden.

Der Ausschuss diskutierte lediglich die aktuelle Situation, einen Beschluss gibt es noch nicht. Zunächst soll es jetzt einen Architektenwettbewerb geben.

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