Arbeitsmarkt: leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juni

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Arbeitsmarkt im Kreis Stormarn – Juni 2020

Arbeitsmarkt:  leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juni

·         5.357 arbeitslose Menschen im Kreis Stormarn – 38 mehr als im Mai

·         Arbeitslosenquote 4,1 Prozent – plus 0,1 Prozentpunkt zum Vormonat

·         Kurzarbeit: 2.521 Betriebe haben mittlerweile Kurzarbeit angemeldet – es kommen aber weniger neue hinzu

Der Arbeitsmarkt im Kreis Stormarn bleibt im Juni weiter unter dem Einfluss der Folgen der Corona-Pandemie, auch wenn sich dieser langsam abschwächt. Die Zahl arbeitsloser Menschen hat im Juni um 38 zum Vormonat zugenommen und beträgt jetzt 5.357.

In der Folge ist die Arbeitslosenquote gegenüber Mai um 0,1 Prozentpunkt auf jetzt 4,1 Prozent gestiegen. Vor einem Jahr waren im Juni 3.965 Menschen und damit 1.392 weniger arbeitslos. Die Quote lag seinerzeit bei 3,0 Prozent.

„Im Kreis Stormarn bleiben die Spuren der Corona-Pandemie am Arbeitsmarkt sichtbar. Die Arbeitslosigkeit ist im Juni aber nur leicht gestiegen. Das Plus von 38 zum Mai fällt wesentlich schwächer aus als in beiden vorangegangenen Monaten“, sagt Kathleen Wieczorek, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe, zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten. „Wir spüren die ersten Auswirkungen der in den vergangenen Wochen eingetretenen Lockerungen. Es haben sich mit 475 Menschen 125 weniger neu aus einer Erwerbstätigkeit heraus arbeitslos gemeldet als noch im Mai. Dazu haben wieder mehr Arbeitsuchende eine neue Tätigkeit aufnehmen können. Ihre Zahl ist zum Vormonat um 71 auf jetzt 383 gestiegen. Hier sehe ich erste vorsichtige positive Signale, die allerdings in der Summe noch nicht ausreichen, um die Arbeitslosigkeit sinken zu lassen. Ich freue mich aber, dass die Zahl junger Jobsuchender in diesem Monat wieder etwas zurückgegangen ist. Gerade junge Menschen unter 25 Jahren waren von den Corona-Auswirkungen am Arbeitsmarkt besonders betroffen.“

Für den kommenden Monat rechne sie wiederum mit einer Zunahme der Arbeitslosigkeit im Kreis Stormarn, so die Agenturchefin. Diesmal seien jedoch im Wesentlichen saisonale Gründe ursächlich. „Mit Schul- und Ausbildungsende melden sich vermehrt junge Menschen im Ferienmonat Juli arbeitslos, bevor sie dann nach den Ferien eine Ausbildung, ein Studium oder Arbeit aufnehmen. Aber auch das Quartalsende zum 30. Juni macht sich regelmäßig bemerkbar. Hier enden erfahrungsgemäß vermehrt befristete Arbeitsverträge.“

 

Sozialversicherungspflichtige Stellen

Dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter sind im Juni 254 neue sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet worden. Das sind 47 (plus 22,7 Prozent) mehr als im Vormonat, jedoch 148 weniger als im Vorjahresmonat. Die meisten neuen Stellen wurden aus den Bereichen Handel, Baugewerbe, verarbeitendes Gewerbe und der öffentlichen Verwaltung und Sozialversicherung gemeldet.

Aktuell sind insgesamt 1.876 sozialversicherungspflichtige Stellen im Kreis Stormarn zu besetzen, 54 oder 2,8 Prozent weniger als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Zahl der Stellen um 356 oder 15,9 Prozent gesunken.

„In diesem Monat haben insbesondere der Handel und das verarbeitende Gewerbe bei den Stellenmeldungen zu den Vormonaten zugelegt. Lag die Zahl der neuen Stellen bei den Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes in den vergangenen drei Monaten noch bei durchschnittlich 14, hat sie sich in diesem Monat auf 28 verdoppelt. Auch im Handel ist die Zahl der neu hinzugekommenen Stellen mit 62 wieder deutlich gestiegen. Dies sind zumindest erste positive Signale, auch wenn das Niveau vor Corona bei weitem nicht erreicht wird“, sagt Wieczorek.

 

Kurzarbeit

Im Juni sind 61 geprüfte Anzeigen auf Kurzarbeit neu hinzugekommen. Seit Anfang März liegen der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe 2.521 geprüfte Anzeigen von Unternehmen aus dem Kreis Stormarn vor.

„Damit haben etwas mehr als ein Drittel aller Stormarner Betriebe Kurzarbeit angezeigt“, sagt Wieczorek. „Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Anzeigen, die eventuell von einem Arbeitsausfall betroffen sein könnten, beträgt insgesamt 33.461. Die Entwicklung der Anzeigen für konjunkturelle Kurzarbeit lässt die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt erkennen, wobei in den letzten beiden Monaten deutlich weniger Anzeigen hinzugekommen sind.“

 

 

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