„Eine App, die Leben retten kann“

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 Ralf Stegner und Tobias von Pein informieren sich bei Rettungsleitstelle und Rettungsdienst in Stormarn

„Dieses Jahr habe ich mir auf meiner Sommertour die Zeit genommen, um mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die den Laden am Laufen halten oder in den vergangenen Wochen besonderen Belastungen ausgesetzt waren. Wie unter einem Brennglas zeigt sich in der Krise der Wert einer starken und verlässlichen Daseinsvorsorge.“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Ralf Stegner. In dieser Woche besuchten Stegner und der Stormarner SPD-Abgeordnete Tobias von Pein die Integrierte Regionalleitstelle Süd in Bad Oldesloe sowie den Rettungsdienst-Verbund Stormarn in Bargteheide. Rahmen des Besuches war die Sommerreise des Fraktionsvorsitzenden, die dieses Jahr unter dem Motto „Daseinsvorsorge nach Corona“ stattfand. „Zur Daseinsvorsorge gehört ein gut funktionierender Rettungsdienst: Von der Alarmierung bis ins Krankenhaus. Ohne die wertvolle Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Rettungsleitstellen und bei den Rettungsdiensten wären wir alle furchtbar aufgeschmissen – die machen einen echt guten und wichtigen Job“, so der Landtagsabgeordnete Tobias von Pein.

Besuch beim Rettungsdienst – Verbund Stormarn GmbH / Rettungsdienst Stormarn gGmbH (v.l.n.r.: J. D. v. Elm (Wachleiter), R. Timmermann (Einsatzorganisation RD), A. Zander (Geschäftsführerin RVS/RDS), Dr. R. Stegner (MdL), T. v. Pein (MdL))

Beeindruckt zeigte sich Tobias von Pein vom Engagement, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Tag legen: „Sie sind hoch motiviert, die Hilfe- und Rettungsstrukturen stetig zu verbessern. Richtig gut fand ich die App ‚Meine Stadt Rettet‘ – eine App die Leben retten kann. Aus dem Gespräch nehme ich mit, dass die App noch besser beworben werden muss. Ich will schauen, was die Landespolitik dazu beisteuern kann.“ Die App „Meine Stadt rettet“ ist in das System der Regionalleitstelle Süd integriert. Wenn ein Verdacht auf einen Herz-Kreislaufstillstand in der Leitstelle in Bad Oldesloe gemeldet wird, werden parallel die lokal verfügbaren Ersthelfer mit der App alarmiert. So können wertvolle Minuten gewonnen werden. Anmelden kann sich in der App, wer einen aktuellen Erste-Hilfe-Schein hat.

Auch Verbesserungsvorschläge konnten in der Rettungsleitstelle und dem Rettungsdienst besprochen und den gut gelaunten Gästen mit auf den politischen Weg geben werden. Einer davon ist die Problematik einer fehlenden Aufnahmepflicht von Krankenhäusern im Rettungsdienstgesetz. Weitere Themen waren die zeitnahe Erreichbarkeit von Fachkliniken, die Arbeitsbedingungen von Rettungskräften sowie betriebswirtschaftliche Effizienzmentalität im Gesundheitsbereich. „Es kann nicht sein, dass wertvolle Zeit verloren geht, weil Kliniken Patienten nicht aufnehmen wollen. Wirtschaftliche Logiken dürfen nicht vor der Gesundheit von Menschen kommen. Der Kreis Stormarn geht hier mit gutem Beispiel voran. Das erwarte ich auch von anderen Verantwortlichen“, so Tobias von Pein und sein Fraktionsvorsitzender ergänzt: „Mein Kollege von Pein und ich nehmen die Anregungen gerne mit in die Landespolitik und werden uns für eine Verbesserung im Rettungswesen einsetzen. Eine gute Daseinsvorsorge rettet Leben – nicht nur in Corona-Zeiten.“

 

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