Der aktuelle Entwurf des Regionalplanes III der Landesregierung schränkt die nötigte Entwicklung und wichtige Gewerbeansiedlungen in Tangstedt (Stormarn) stark ein. Bei einer ohnehin schwierigenm Finanzlage aufgrund nicht ausreichender Gewerbesteuereinnahmen sind Investitionen in Kitas, Straßen oder die lokale Daseinsvorsorge nur schwer oder nicht mehr leistbar. Die SPD Tangstedt fordert daher die Landesregierung auf, Tangstedt sowie seine in derselben Situation befindlichen Nachbargemeinden besser im Blick zu haben und diesen Nachteil auszugleichen.

Bereits im vergangenen Jahr machten die Gemeinden im Amt Itzstedt darauf aufmerksam, dass der regionale Grünzug im Regionalplan die Entwicklung zugunsten dringend benötigten neuen Wohnraums und die Sicherung von lokalem Gewerbe zu stark einschränke. Bei einem eigens dafür einberufenen Termin berichteten die Gemeinden damals auch vor Landtagsabgeordneten der Regierungsparteien sowie Vertreter/-innen der Kreise Stormarn und Segeberg von ihren Nöten. Leider scheinen die Appelle nur begrenzt auf der Landesebene gehört worden zu sein. Neben den Beschränkungen im ganzen Amtsbereich, ist in Tangstedt auch die Erweiterung der Firma Eggers und eine zukunftsorientierte Entwicklung der Costa Kiesa weiter unsicher.
„Für eine Gemeinde wie Tangstedt bedeutet die fehlende Chance auf zusätzliche, dringend benötigte Entwicklung sowie Gewerbe-/Steuereinnahmen, dass die öffentliche Daseinsvorsorge für die Gemeinde immer weniger finanzierbar ist. Dies führt z. B. zu einem Anstieg von Elternbeiträgen, was wir als SPD nicht wollen. Wenn die Gemeinde Tangstedt aus Sicht der Regionalplanung ein Erholungsbereich für Hamburger sein soll, dann muss das Land entsprechende Ausgleichszahlungen an die Gemeinde leisten“ sagte Gemeindevertreter Johannes Kahlke.
SPD-Landtagskandidatin Katrin Fedrowitz ergänzte: „Die Günther-Regierung hat den Hamburger Rand nicht im Blick. Mangel an Wohnraum, schleppender Ausbau der A20 und zu starke Einschränkungen durch die Regionalplanung. Günthers Lieblingsprojekte, wie Northvolt, verhindern beispielsweise den Bau von dringend notwendigen Wohnungen. Es müssen noch Anpassungen für Tangstedt und die Gemeinden im Amt Itzstedt folgen.“
Der Regionalplan III legt für die nächsten ca. 20 – 25 Jahre die angestrebte Siedlungs- und Freiraumstruktur sowie Vorranggebiete für Infrastruktur und Funktionen fest. Er umfasst die acht schleswig-holsteinischen Landkreise in der Metropolregion Hamburg.
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