Welche zusätzlichen Lärm- und Verkehrsbelastungen bringt die Fehmarnbeltquerung?

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Konstruktive Podiumsdiskussion der CDU Stormarn
Die Hinterlandanbindung der Fehmarnbeltquerung und welche Belastungen sie in Stormarn mit sich bringt war Thema der von der CDU Stormarn organisierten Podiumsdiskussion im Kreissitzungssaal in Bad Oldesloe. 70 fachkundige Zuschauer hatten Platz genommen als Joachim Wagner, CDU-Fraktionvorsitzender des Kreises, sie begrüßte. Wagner machte für seine Fraktion deutlich, dass die Verkehre auf den Autobahnen nur vernünftig fließen könnten, wenn endlich der Ausbau der B 404 an die A 21 bis Geesthacht gebaut würde. Dazu später Gero Storjohann, MdB, Mitglied des Verkehrsausschusses im Deutschen Bundestag und Podiumsteilnehmer: ,,Ich werde mich dafür einsetzen, dass diese Forderung in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wird“. Auch Landrat Klaus Plöger, ebenfalls Podiumsteilnehmer, unterstützte die Forderung der CDU-Kreisfraktion. Er wies aber auch darauf hin, dass man nicht nur Ängste und Sorgen schüren sollte, sondern dass der Erfolg des Kreises Stormarn auch darauf beruhe, Wirtschaft und die sehr gute Lebensqualität miteinander zu kombinieren.

Podiumsdiskussion_FehmarnBelt2
Alle Podiumsteilnehmer auf einen Blick: V. li. Torsten Conradt, Direktor Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr SH, Horst Weppler, Vorsitzender des Lenkungsausschussesw ,,Regionale Zusammenarbeit an der Entwicklungsachse A1″, Lukas Kilian, Vorsitzender des Kreis-Verkehrsausschusses, Wolfgang Gerstand, Moderator, Gero Storjohann, Mitglied des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestages, Manuela Herbot, Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Hamburg und SH und Landrat Klaus Plöger. Foto: Kreis-CDU

Ein großes Thema war auch der Lärmschutz entlang der Bahntrasse, die immerhin vier Städte in Stormarn, Reinfeld, Bad Oldesloe, Bargteheide und Ahrensburg, tangiert. Manuela Herbort, Konzernbeauftragte der Deutschen Bahn für Hamburg und Schleswig-Holstein, unterrichtete die Zuhörer, dass bis 2025 täglich weitere 50 Güterzüge über die Trasse fahren werden. ,,Sie werden eine Länge von fast einem Kilometer haben. Heute sind es täglich zehn Güterzüge“, berichtete sie. Das brachte natürlich die Lärmschutzbefürworter auf den Plan. Herbort versicherte, dass der Schallschutz bereits in die Planung der Fehmarnbeltquerung eingeflossen sei. Sie stellte verschiedene Modelle vor. Lukas Kilian, Vorsitzender des Kreis-Verkehrsausschusses, unterstrich, dass sich der Kreis für innovative Lärmschutzmaßnahmen einsetzen werde. ,,Wir werden verschiedene moderne Modelle in unsere Arbeit einfließen lassen, um den optimalen Lärmschutz herauszufiltern. Wir fordern noch eine europaweite Förderung der ,,Flüsterbremsen“ und würden es begrüßen, wenn in Stormarn Schienenstegdämpfer zum Einsatz kommen“, fügte er hinzu. Ob bei den Bahnübergängen auch Über- und Unterführungen geplant seien, verneinte Herbort.
Der Ruf nach Autohöfen wurde laut, denn schon heute ständen die LKWs auf den Rastplätzen der Autobahnen in deren Einfahrten. ,,Wo die angesiedelt werden sollen, steht noch nicht fest. Da gibt es unterschiedliche Modelle. Ein Autohof soll aber nahe der A 1 bei Bad Oldesloe entstehen“, beantwortete Kilian eine entsprechende Frage.
Da sich die Situation für LKW-Fahrer jetzt schon auf den Autobahnen zuspitzt, plädierte die CDU dafür, die beiden geschlossenen Parkplätze Sylsbek und Barnitztal bei Bad Oldesloe jetzt schon wieder zu öffnen.
Fazit des Abends: ,,Es war ein sehr konstruktiver Abend mit fachkundigem Publikum, deren Anregungen und Wünsche wir in unsere Arbeit einfließen lassen werden“, so der Kreis-Verkehrsausschussvorsitzende, Lukas Kilian.

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